EU zahlt Millionen für Ex-BenQ-Mitarbeiter

München - Die ehemaligen Mitarbeiter des Handyherstellers BenQ können auf Millionen-Beihilfen aus Brüssel hoffen: Die EU-Kommission erklärte am Donnerstag, sie wolle die Wiedereingliederung der rund 3300 Insolvenz-Opfer in den Arbeitsmarkt mit 12,8 Millionen Euro unterstützen. Die Freigabe der Fördermittel bedarf allerdings der Zustimmung von Europaparlament und EU-Regierungen. Das Bundesarbeitsministerium begrüßte die Entscheidung der EU-Kommission.

"Das ist eine gute Nachricht für alle, die bei BenQ ihren Arbeitsplatz verloren haben und noch Arbeit suchen", erklärte das Ministerium. Rund 2000 der 3300 ehemaligen BenQ-Mitarbeiter hätten noch keinen neuen Job. Sie hatten zum Jahreswechsel ihre Arbeitsplätze verloren, als der taiwanische BenQ-Konzern seiner deutschen Tochtergesellschaft mit den Standorten München, Kamp-Lintfort und Bocholt den Geldhahn zudrehte.

Die Fördermittel sollen aus dem EU-Globalisierungsfonds gezahlt werden, der Anfang des Jahres zur sozialen Abfederung von Unternehmensverlagerungen ins Ausland eingerichtet wurde. Die Standorte in München, Kamp-Lintfort und Bocholt gehörten ursprünglich dem deutschen Siemens-Konzern, bis dieser seine Mobilfunksparte an den taiwanischen Konkurrenten BenQ verkaufte. Knapp ein Jahr nach der Übernahme schickte BenQ seine deutsche Tochtergesellschaft in die Insolvenz. Das EU-Geld soll für Umschulungsmaßnahmen, Mobilitätsbeihilfen und Zuschüsse für Existenzgründungen verwendet werden. Besonders dringend werde die Unterstützung in Kamp-Lintfort benötigt, hieß es. 

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