Internet-Modehändler

Zalando wächst schneller als erwartet

Berlin - Das Jahr startet gut für Zalando, der Gewinn wächst. Die Hälfte des Vorjahresertrags ist schon eingefahren. Und der Internet-Modehändler glaubt, dass noch mehr drin ist.

Der Online-Modehändler Zalando traut sich mit einem starken Startquartal im Rücken in diesem Jahr mehr zu. Das Unternehmen hob seine Ziele für 2015 sichtbar an, wie die Gruppe am Dienstag in Berlin mitteilte. Es sei auch etwas mehr drin als das bislang erwartete Umsatzplus von bis zu 25 Prozent, sagte Finanzvorstand Rubin Ritter am Dienstag: „Das erste Vierteljahr war großartig für Zalando und übertraf unsere positiven Erwartungen.“ Der Trend setze sich im zweiten Quartal bisher fort.

Der Internet-Versandhändler verdiente in den ersten drei Monaten unter dem Strich 24,3 Millionen Euro, nachdem im Auftaktquartal des Vorjahres noch rund 29 Millionen Euro an Verlust aufgelaufen waren. Mit diesem Gewinn aus dem Startquartal hat Zalando im ersten Vierteljahr schon gut die Hälfte des Ertrages aus dem gesamten Vorjahr eingefahren (2014: 47,1 Millionen Euro).

Dabei half auch das Wetter, wie Ritter sagte: „Wir hatten einen sehr frühen Start der Frühling/Sommer-Saison.“ Die Kunden kauften mehr neue Ware zum vollen Preis statt rabattierter Winterkleidung - das erhöhte den Profit.

Auch der Umsatz zog spürbar an - binnen Jahresfrist um 29 Prozent auf knapp 644 Millionen Euro. Die Zahl der Mitarbeiter legte seit dem Jahresanfang um knapp zehn Prozent zu und stand Ende März bei 8300.

Den Erfolg erklärt Zalando mit drei Faktoren: Der Kundenstamm habe sich vergrößert, ebenso die Menge der Bestellungen und zusätzlich auch die Größe des durchschnittlichen Warenkorbs pro Order.

Die Aktie der Zalando SE verlor am Dienstag zunächst an Wert, drehte dann aber leicht ins Plus. Das Unternehmen hatte im April ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 25 bis 39 Millionen Euro angekündigt, landete mit 25,1 Millionen Euro aber am unteren Rand dieses Korridors. Im Startquartal 2014 hatte das Ebit allerdings noch bei minus 27,9 Millionen Euro gelegen.

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