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Die Warnstreiks der IG Metall konzentrieren sich am Mittwoch auf die deutschen Autobauer.

Zehntausende Metaller im Warnstreik

Neckarsulm - An ihrem fünften Warnstreik-Tag hat die IG Metall die deutschen Autobauer ins Visier genommen und mit unbefristetem Arbeitskampf gedroht.

"Ein Schwerpunkt der heutigen Aktionen sind die Automobilfirmen", sagte IG-Metall-Sprecherin Ingrid Gier am Mittwoch. Betroffen sind die Opel-Standorte in Bochum, Eisenach und Rüsselsheim, Daimler-Werke in Baden-Württemberg, Porsche in Stuttgart, Audi in Neckarsulm und Ford im Saarlouis.

Bereits in der Nacht und am Morgen traten mehrere zehntausend Beschäftigte nach Gewerkschaftsangaben vorübergehend in den Ausstand. Am Dienstag hatte es mit 162 000 Metallern, die bundesweit ihre Arbeit kurzzeitig niedergelegt hatten, die bisher massivsten Warnstreiks gegeben.

Auf dem Marktplatz in Neckarsulm drohte IG-Metall-Chef Berthold Huber den Arbeitgebern mit einem unbefristeten Ausstand. "Wir sind überall auf einen Streik vorbereitet: von Friedrichshafen bis Kiel und von Emden bis Cottbus", rief Huber den rund 6000 Metallern zu.

Sollten die Arbeitgeber bis zur nächsten Verhandlungsrunde am Dienstag in Baden-Württemberg kein besseres Angebot vorlegen, sei die IG Metall umgehend zum Streik entschlossen, sagte Huber der Deutschen Presse-Agentur dpa. "Am 11. November gibt es eine Einigung oder es kommt zum Arbeitskampf." Er wolle keinen Streik um jeden Preis, betonte Huber. "Wir sind nicht auf Krawall gebürstet. Wir wollen ein faires und tragfähiges Ergebnis für die Leute und die Betriebe erreichen." Doch es falle ihm schwer, das bisherige Angebot der Arbeitgeber überhaupt als solches zu bezeichnen.

Am Mittwoch lag neben Baden-Württemberg ein Schwerpunkt der Warnstreik-Aktionen auch in Hessen, wo erneut zahlreiche Betriebe für einigen Stunden lahmgelegt wurden. Dort beendeten zahlreiche Beschäftigte ihre Nachtschichten vorzeitig. Nach Angaben des Gewerkschafts-Funktionärs Ullrich Messmer beteiligten sich rund 6000 Metaller allein aus dem Gebiet der Kasseler Verwaltungsstelle an den Aktionen. Noch bis Freitag will die Gewerkschaft ihre Warnstreiks fortsetzen, um der Forderung nach acht Prozent mehr Entgelt Nachdruck verleihen. Die Arbeitgeber hatten in Baden-Württemberg eine Erhöhung der Entgelte um 2,1 Prozent zuzüglich einer Einmalzahlung angeboten. Die Einigung in einem Tarifgebiet wird in der Regel für alle anderen Gebiete übernommen.

dpa

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