DAX zeigt sich fester

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Frankfurt (dpa) - Der deutsche Aktienleitindex DAX hat sich am Dienstag nach einer Berg- und Talfahrt fester gezeigt. Bis zum Nachmittag stieg er, angetrieben von positiven US-Konjunkturdaten, um 0,56 Prozent auf 6.591,27 Zähler.

Am späteren Vormittag hatten überraschend eingetrübte ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland zeitweise für Verluste gesorgt. Der MDAX stieg um 0,94 Prozent auf 8.878,98 Zähler. Der TecDAX legte um 1,20 Prozent auf 796,62 Punkte zu.

"Die Stimmung am deutschen Aktienmarkt wird derzeit vor allem von den USA bestimmt", sagte Marktstratege Hans-Jürgen Delp von der Commerzbank. Im US-Bundesstaat New York hellte sich im April die Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe deutlich stärker als erwartet auf, wie am frühen Nachmittag bekannt gegeben wurde.

Gute Zahlen von Großbritanniens größtem Einzelhändler Tesco gaben den METRO-Aktien Auftrieb. Sie profitierten an der DAX-Spitze mit 3,10 Prozent Kursgewinn auf 49,54 Euro von den Geschäftsjahreszahlen des Wettbewerbers sowie von dessen guten Start ins neue Geschäftsjahr.

Siemens gewannen 2,58 Prozent auf 69,65 Euro. Am Markt wurde vor allem von einer Erholung nach den jüngsten Kursverlusten gesprochen, denn nach der Gewinnwarnung des US-Wettbewerbers General Electric (GE) waren die Titel deutlich unter Druck geraten. Die Einigung des Technologiekonzerns mit dem Betriebsrat über einen Arbeitsplatzabbau bei der zum Verkauf stehenden Netzwerk-Tochter SEN sei kein Grund für Kursgewinne, meinte ein Analyst. "Sie ist zu teuer", sagte er.

Die TUI-Aktien stiegen um 0,97 Prozent auf 16,68 Euro. Am Morgen waren sie bis auf 17,00 Euro gestiegen und hatten damit zunächst auf einen Artikel im "Handelsblatt" reagiert, dem zufolge der russische Milliardär Alexej Mordaschow seine Beteiligung am Touristikkonzern angeblich ein weiteres Mal aufstocken wolle.

Kurz darauf machte dann aber ein Artikel einer russischen Tageszeitung die Runde, in dem Mordaschow persönlich mit einer gegenteiligen Aussage zitiert wurde. "Es ist zu früh, um über einen Ausbau meiner Beteiligung zu reden", sagte der Stahl- und Reiseunternehmer der russischen Tageszeitung "Vedomosti" (Dienstag).

Im MDAX legten die Premiere-Aktien 3,05 Prozent auf 14,20 Euro zu und zählten zu den stärksten Werten im Index. Wie das "Wall Street Journal" berichtete, könnte die von dem Medienunternehmer Rupert Murdoch kontrollierte News Corp den Anteil an dem Bezahlsender von 22,7 auf 25 bis 26 Prozent erhöhen. Die Nachricht dürfte die Spekulationen um die Zukunft von Premiere wieder anheizen, sagten Händler.

Eine Kurszielsenkung belastete vor allem die Aktien der Deutschen Börse: Morgan Stanley nahm das Ziel für die Aktie des Börsenbetreibers von 155 auf 115 Euro zurück. Die Titel würden derzeit beispielsweise von Sorgen belastet, dass die Frankfurter die Marktprognosen nicht erreichen könnten, schrieb Analyst Bruce Hamilton. Deutsche-Börse-Papiere gaben um 1,80 Prozent auf 93,62 Euro nach.

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