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Wirtschaftsminister Martin Zeil in Moskau

Zeil: Export für bayerische Firmen richtiger Weg

Moskau - Für die bayerische Industrie liegt der Schlüssel zum Erfolg aus Sicht von Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) trotz der weltweiten Wirtschaftskrise noch immer im Ausland.

"Wir haben überhaupt keinen Grund, uns jetzt zurückzuziehen", sagte Zeil in Moskau, wo er während eines dreitägigen Besuchs am Donnerstag die Bayerischen Wirtschaftstage eröffnete. "Ohne die Exporte hätten wir unsere Schlüsselposition in der Welt nie erreicht." Die starke Exportorientierung der bayerischen Industrie sei trotz der Erschütterungen durch die Krise richtig und zukunftsweisend.

Die Bayerischen Wirtschaftstage in Moskau finden in diesem Jahr bereits zum zwölften Mal statt, um bayerische Firmen mit russischen Geschäftspartnern oder Vertretern der Politik zusammenzubringen. "Bayern und Russland verbindet eine langjährige Zusammenarbeit, aus der eine wunderbare Freundschaft geworden ist", sagte Zeil. Bei seiner Reise wird er von mehr als 50 Unternehmern aus Bayern begleitet, die in Russland nach neuen Geschäftskontakten suchen.

Eines der wichtigsten Felder für die Zusammenarbeit zwischen Bayern und Russland sieht Zeil in dem Thema Energieeffizienz. "Man braucht hier nur durch die Stadt zu fahren, dann sieht man den Bedarf", sagte er. In einem Gespräch mit dem Vizeminister für Energie, Anatolij Janovsky, am Mittwoch habe er eine Zusammenarbeit in dem Bereich vereinbart. "Russland ist hochinteressiert an diesen Themen", sagte Zeil. Beide Seiten hätten eine Fortsetzung der Gespräche ausgemacht. Auf dem Programm stand zudem ein Gespräch mit dem Bürgermeister von Moskau, Jury Luschkow.

Nach einem jahrelangen Boom war das Handelsvolumen zwischen Bayern und Russland im ersten Quartal massiv eingebrochen. Die Exporte aus dem Freistaat nach Russland gingen um fast 42 Prozent auf knapp 600 Millionen Euro zurück. Zu den wichtigsten Exportgütern gehörten wie in den meisten anderen Ländern auch Maschinen und Autos. Insgesamt lag die Exportquote der bayerischen Industrie zuletzt bei rund 50 Prozent, somit machten die Firmen die Hälfte ihres Umsatzes im Ausland. Diese stetig steigende Quote sei ein Beleg dafür, dass der Weg richtig ist, sagte Zeil. "Wenn wir Exportmeister waren in den letzten 15 Jahren, dann zeigt das, dass wir wettbewerbsfähig sind."

dpa

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