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Die Zukunft von Opel scheint bald geklärt zu sein.

Zeitung: Bieter-Wettbewerb um Opel auf Zielgeraden

Frankfurt/Main/Rüsselsheim - Der Bieter-Wettstreit um den angeschlagenen Autobauer Opel nähert sich nach einem Zeitungsbericht seinem Ende.

“Wir erwarten die nachgebesserten Kaufofferten Anfang der Woche“, zitierte die “Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Samstag) aus Kreisen der Opel-Treuhandgesellschaft. Diese Angebote seien zunächst unverbindlich. Ein verbindlicher Vorvertrag solle am 15. Juli unterzeichnet werden. Als Favorit für die Opel-Übernahme gilt bislang der österreichisch-kanadische Zulieferer Magna, der zusammen mit russischen Partnern einsteigen will. Die russische Sberbank als Partner von Magna geht jedoch von keiner schnellen Einigung aus.

“Wir stecken in den Verhandlungen. Als optimistischste Variante könnte eine Übereinkunft frühestens im September getroffen werden“, sagte der Vorstandschef der größten russischen Bank, German Gref , bereits am Freitag . Es müssten “neue Übernahmebedingungen“ geprüft werden. Die Sberbank-Führung schloss nicht aus, dass das Vorhaben noch scheitern könnte. Medien zufolge hat der bisherige Opel- Mutterkonzern General Motors (GM) eine Rückkaufoption für Opel verlangt. Für den Zulieferer Magna, der mit der vom Staat kontrollierten Sberbank sowie dem Autohersteller GAZ 55 Prozent der Anteile erwerben will, würde dies die angestrebte Opel-Übernahme unattraktiver machen.

Das Tochterunternehmen des Finanzinvestors Ripplewood, RHJ International, rechnet sich nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins “Focus“ dagegen kaum noch Chancen aus, zum Zuge zu kommen. “Wir sind offenbar aus dem Bietprozess rausgeflogen“, sagte ein Unternehmenssprecher dem Magazin. Ein weiterer Interessent ist der chinesische Hersteller BAIC.

An der neuen Opel-Gesellschaft sollen nach den bisherigen Plänen Magna mit 20 Prozent, der bisherige Mutterkonzern GM und die Sberbank mit je 35 Prozent und die Opel-Mitarbeiter mit 10 Prozent beteiligt sein.

Der Plan für die Mitarbeiterbeteiligung stehe mittlerweile, meldete die “Wirtschaftswoche“. Der Konzernbetriebsrat habe der Gründung einer Aktiengesellschaft mit dem vorläufigen Namen “Vorratsgesellschaft 4“ zugestimmt. Diese soll die Anteile treuhänderisch verwalten. Die Beteiligung der Mitarbeiter an ihrem Arbeitgeber solle durch die Umwandlung von Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie Lohnerhöhungen in Unternehmensanteile finanziert werden.

Einen Einstieg der Opel-Händler, die sich an dem Mitarbeiter- Anteil beteiligen sollten, lehnen dagegen GM und Magna offenbar ab. “Wir bekamen des Signal von GM und auch von Magna, dass das so nicht gewünscht sei“, sagte Thomas Bieling vom deutschen Opel- Händlerverband VDOH der “Automobilwoche“. Er betonte, den Händlern komme es auf die Stabilisierung von Opel an. “Uns ist es relativ egal, woher das Kapital für Opel kommt. Hauptsache, Opel wird dabei nicht ausgesaugt.“

dpa

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