Im Investmentbanking

Zeitung: Deutsche Bank streicht 1000 Stellen

Frankfurt/Main - Die Deutsche Bank reagiert einem Pressebericht zufolge auf die schwachen Aussichten im Investmentbanking.

Nach Informationen des “Handelsblatts“ (Donnerstag) will das seit Juni amtierende Führungsduo Anshu Jain/Jürgen Fitschen in den nächsten Wochen gut 1000 Stellen in der Sparte abbauen. Seit Herbst hatte das Institut noch unter Vorgänger Josef Ackermann 500 Stellen in der lange als Gelddruckmaschine gerühmten Sparte gestrichen. Die Deutsche Bank wollte den Bericht zunächst nicht kommentieren.

Der weitere Stellenabbau ist nach Angaben der Zeitung unabhängig von der neuen strategischen Ausrichtung der Bank, die Jain und Fitschen im September vorstellen wollen. Es handele es sich um eine “taktische Anpassung und nicht um einen Wechsel der Strategie“, zitierte die Zeitung aus Finanzkreisen. Schon bei der Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal am 31. Juli könnten die Stellenstreichungen veröffentlicht werden. Betroffen sollen überwiegend Jobs im Ausland sein, die Investmentbanking-Zentrale der Deutschen Bank ist in London.

Mit dem Schritt würde sich die Deutsche Bank dem internationalen Trend anschließen. Weltweit streichen Großbanken zehntausende Stellen - vor allem im Investmentbanking. Seit der Finanzkrise sprudeln dort die Gewinne nicht mehr wie einst. Das hängt mit verschärften regulatorischen Anforderungen zusammen, aber auch mit heftigen Schwankungen an den Märkten und der ungelösten Euro-Schuldenkrise.

# dpa-Notizblock

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Tesla verklagt Ex-Mitarbeiter wegen angeblicher Sabotage
Las Vegas (dpa) - Der US-Elektro-Autobauer Tesla will einen Ex-Mitarbeiter vor Gericht bringen, der das Unternehmen angeblich gezielt sabotiert hat. Der Beschuldigte …
Tesla verklagt Ex-Mitarbeiter wegen angeblicher Sabotage
VW-Bußgeld "größter Schadensfall der Wirtschaftsgeschichte"
Niedersachsens Landeskasse hat eine Milliarde Euro an Einnahmen verbucht. Sie stammen vom VW-Konzern und wurden als Geldbuße im Dieselskandal fällig. Doch wofür soll das …
VW-Bußgeld "größter Schadensfall der Wirtschaftsgeschichte"
General Electric steigt aus US-Leitindex Dow Jones ab
GE war einst Innovationsführer und Aushängeschild der US-Wirtschaft. Doch seit Jahren ist der über 125 Jahre alte Industrieriese eines ihrer größten Sorgenkinder. Nun …
General Electric steigt aus US-Leitindex Dow Jones ab
Millionen-Steuerrabatt: EU-Kommission prangert Luxemburg an
Ein französischer Energie-Konzern musste in Luxemburg jahrelang kaum Steuern auf seine Gewinne zahlen. Das Großherzogtum räumt ein: Steuerrechtlich Legales sei nicht …
Millionen-Steuerrabatt: EU-Kommission prangert Luxemburg an

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.