S-Bahn-Chaos: Ausfälle auf der Stammstrecke

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Der größte deutsche Handelskonzern Metro greift einem Zeitungsbericht zufolge nach der Quelle-Haushaltsgerätemarke Privileg.

Metro greift nach Quelle-Marke Privileg

Düsseldorf - Der größte deutsche Handelskonzern Metro greift einem Zeitungsbericht zufolge nach der Quelle-Haushaltsgerätemarke Privileg.

Der Düsseldorfer Konzern Metro verhandele mit Otto über die Weitergabe der Markenrechte, schrieb die „Financial Times Deutschland“ (Freitag). Ein Metro-Sprecher wollte sich nicht äußern. Ein Otto- Sprecher sagte, dass sowohl die Eigennutzung als auch die Weitergabe der Markenrechte gegen Gebühr geprüft werde. Otto hatte Anfang November die Rechte an der Marke Quelle erworben. Der Kauf schloss auch Privileg mit ein.
„Die Lizenzrechte sind zu vergeben und nicht zu verkaufen“, sagte der Otto-Sprecher. Mittlerweile sprächen beide Partner direkt über die Weitergabe der Markenrechte, sagten zwei daran beteiligte Personen der Zeitung. Dabei gehe es nicht um eine Sondierung, sondern um konkrete Verhandlungen, in denen der Preis der Knackpunkt sei. Nach Angaben des Otto-Sprechers gibt es neben Metro auch noch Nicht- Handelsunternehmen unter den Interessenten.
Metro wolle mehr Eigenmarken verkaufen, um eine höhere Rendite zu erzielen, schreibt das Blatt weiter. Die Gewinnspanne sei dabei deutlich höher als bei Markenartikeln. Der Chef der Metro-Tochter Media Markt, Roland Weise, habe schon im Insolvenzverfahren der Quelle-Mutter Arcandor über Privileg verhandelt, sei aber nicht zum Zuge gekommen.
Derweil gehen die Vermögenswerte der insolventen Foto-Quelle an den Foto-Dienstleister Orwo. Darunter sind die Marken „Foto Quelle“ und „Revue“, wie der Quelle-Insolvenzverwalter mitteilte. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden.

Foto-Quelle mit Sitz in Nürnberg hatte im Zuge der Pleite des Fürther Versandhauses Quelle ebenfalls Insolvenz angemeldet. Damals zählte das Unternehmen etwa 50 Beschäftigte. Eine Vereinbarung über die Zukunft der Mitarbeiter sei in dem Vertrag mit Orwo aber nicht enthalten, sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters.
  Die Orwo Net GmbH aus Sachsen-Anhalt kooperiere bereits seit 2005 mit Foto-Quelle. Es sei gesichert, dass die Kunden weiterhin wie gewohnt mit Fotoprodukten beliefert würden. Orwo betreibt nach eigenen Angaben am Standort Wolfen eines der führenden Fotogroßlabore Deutschlands. Vertriebsmarken sind “Orwo direkt“ und “PixelNet“. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei 23,2 Millionen Euro.

dpa

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