Zeitung: Weitere Siemens-Vorstände müssen gehen

- München - Nach der Rücktrittsankündigung von Siemens-Chef Klaus Kleinfeld müssen nach Zeitungsinformationen weitere Vorstände gehen. Die Verträge mit den Zentralvorständen Johannes Feldmayer und Jürgen Radomski würden nicht verlängert, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" heute in einer Vorabmeldung.

Darüber sei sich der Aufsichtsrat einig. Beide Verträge laufen in diesem Jahr aus. Die Siemens-US-Anwälte Debevoise & Plimpton hätten den Aufsichtsrat über belastende Erkenntnisse aus Radomskis Aufgabenbereich informiert, hieß es. Dieser ist für Personalthemen zuständig.

Gegen Feldmayer wird wegen der möglichen Schmiergeldzahlungen an die Arbeitnehmervertretung AUB ermittelt. Zeitweise saß er sogar in Untersuchungshaft. Kleinfeld hatte am Mittwoch seinen Rücktritt angekündigt. Er will gehen, sobald ein Nachfolger gefunden ist. Bei der Suche nach einem neuen Vorstandschef ist laut Branchenkreisen noch kein Durchbruch gelungen. Im Gespräch ist noch immer Linde-Chef Wolfgang Reitzle.

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