Zeitung: Zusatzbeitrag kann sich verdoppeln

Berlin - Die Höchstgrenze des Zusatzbeitrags in der gesetzlichen Krankenversicherung soll nach einem Zeitungsbericht vom kommenden Jahr an verdoppelt werden.

Sie soll von einem Prozent des Einkommens auf zwei Prozent steigen, berichtet die “Frankfurter Rundschau“ (Samstag) ohne Angabe von Quellen. Der maximale Zusatzbeitrag, den Kassen bei finanziellen Schwierigkeiten von den Versicherten erheben können, solle von von 37,50 auf 75 Euro steigen. Der Beitrag, bis zu dem keine Einkommensprüfung der Versicherten vorgenommen wird, werde von 8 auf 12 oder 16 Euro angehoben.

Fest steht, dass die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) für die 50 Millionen Beitragszahler teurer wird. Der Beitragssatz soll im kommenden Jahr wieder auf 15,5 Prozent steigen. Arbeitnehmer und Arbeitgeber sollen zu gleichen Teilen zusätzlich belastet werden. Darauf hat sich eine Spitzenrunde von Union und FDP am Freitag in Berlin unter Leitung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) im Grundsatz verständigt.

Vereinbart wurde auch, dass die Zusatzbeiträge, die einige Krankenkassen bereits von Beschäftigten und Rentnern verlangen, steigen sollen. Für Geringverdiener soll es aber einen Sozialausgleich geben, hieß es. Für sie könnten niedrigere Beitragssätze gelten. Bis zum kommenden Dienstag sollen letzte Details geklärt werden, hieß es aus Koalitionskreisen.

dpa

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