Zerschlagung von Deutscher Börse vom Tisch

Frankfurt/Main - Eine Zerschlagung der Deutschen Börse AG ist laut einem “Spiegel“-Bericht vorerst vom Tisch. Einer der Großaktionäre, der Hedge-Fonds TCI, habe der hessischen Börsenaufsicht in einem Brief mitgeteilt, dass man nie die Abspaltung und den Verkauf des Frankfurter Aktienhandels verlangt habe.

Darüber war in den vergangenen Monaten immer wieder spekuliert worden. Vorstand und Aufsichtsrat des Frankfurter Börsenbetreibers bekräftigten mehrfach die Einheit des Konzerns.

Die Erklärung von TCI an die Adresse der Börsenaufseher sei nicht ganz freiwillig gekommen, schreibt der “Spiegel“ in seiner neuen Ausgabe. Diese hätten den zwei Hedge-Fonds, die zusammen mindestens 20 Prozent an der Deutschen Börse halten, mit dem Entzug der Aktionärsstimmrechte gedroht, da sie sich zum Schaden des Unternehmens verhielten. Die Hedge-Fonds konterten, sie hätten nur die Vorstände daran erinnert, dass deren Beharren auf ein integriertes Geschäftsmodell möglicherweise die Maximierung des Aktionärsvermögens verhindere.

dpa

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