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Container lagern auf dem Container-Terminal von Eurogate im Hafen von Hamburg. Foto: Christian Charisius/Illustration

IWH und ZEW senken Konjunkturprognose

Nach einem schwachen Jahresauftakt wird die Wirtschaft einer Studie zufolge im Sommer richtig brummen. Doch es gibt Risiken.

Halle/Mannheim (dpa) - Nach einem schwachen ersten Quartal haben Wirtschaftsforscher ihre Erwartungen an das restliche Jahr etwas gedämpft.

2015 werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland um 1,8 Prozent steigen, teilte das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle mit. Im März hatten die Wissenschaftler noch einen Zuwachs von 2,0 Prozent vorhergesehen.

Nach dem Jahresendspurt 2014 habe sich die Wirtschaft im ersten Quartal schlechter als erwartet entwickelt, hieß es zur Begründung. Für das Sommerhalbjahr deuteten die Frühindikatoren aber auf eine Beschleunigung des Wachstums hin. Die Kapazitäten dürften dann stärker als normal ausgelastet sein. Die Zahl der Erwerbstätigen werde weiter steigen, wenn auch nicht so stark wie im Vorjahr. Für nächstes Jahr hoben die Forscher ihre Prognose von 1,6 auf 1,7 Prozent Wachstum an. Risiken seien aber der Konflikt mit Russland und das Griechenland-Drama.

Auch die Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) trübten sich wegen des anhaltenden griechischen Schuldendramas ein. Der Indikator des Zentrums sei im Juni um 10,4 Punkte auf 31,5 Zähler gefallen, teilte das ZEW in Mannheim mit. Im ersten Quartal hatte sich das Wachstum nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes auf 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal verlangsamt. Für das vierte Quartal 2014 waren noch 0,7 Prozent ermittelt worden. Die Bundesbank hatte Anfang Juni für dieses Jahr 1,7 Prozent und für 2016 1,8 Prozent Wachstum prognostiziert.

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