Zinsen: EZB deutet Erhöhungs-Pause an

- Frankfurt - Die Zinsen im Euro-Raum könnten in diesem Jahr langsamer steigen als erwartet. Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, deutete gestern an, dass die Notenbank nicht auf eine Zinserhöhung im Februar zusteuert. "Wir haben nie gesagt, dass wir alle zwei Monate die Zinsen erhöhen", sagte Trichet nach der ersten Ratssitzung in diesem Jahr. "Wir lassen unsere Entscheidung offen."

Die Währungshüter hatten zuletzt im Dezember 2006 den wichtigsten Leitzins zur Versorgung der Kreditwirtschaft im Euro-Raum auf 3,5 Prozent angehoben. Gestern ließ die EZB den Zins unverändert. Die Mehrheit der Ökonomen erwartet in diesem Jahr noch mindestens eine Zinsanhebung. Seit Dezember 2005 ist der Zins sechs Mal von dem historisch niedrigen Niveau von 2,0 auf 3,5 Prozent gestiegen. "Wir tun, was notwendig ist, um die Preisstabilität zu wahren", sagte Trichet.

Die EZB hat die Aufgabe, die Teuerungsrate im Euro-Raum knapp unter zwei Prozent zu halten. Die Inflation werde in diesem und im nächsten Jahr voraussichtlich um die zwei Prozent liegen, sagte Trichet. Er verwies zugleich auf zahlreiche Risiken für die Konjunktur. Dazu gehören ein möglicher Ölpreisanstieg, die unklare weltwirtschaftliche Entwicklung sowie die Folgen der Mehrwertsteuererhöhung in Deutschland. Insgesamt seien im Euro-Raum aber "die Bedingungen für solides Wachstum gegeben".

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