+
Allianz-Chef Michael Diekmann.

Allianz legt Zahlen vor

München - Europas größter Versicherungskonzern Allianz legt nach ersten Eckdaten am 13. Mai die detaillierten Zahlen für das erste Quartal vor. Im Mittelpunkt stehen dabei der Geschäftsverlauf in den einzelnen Sparten und die Aussichten für die kommenden Monate.

Allianz-Chef Michael Diekmann hatte auf der Hauptversammlung Ende April bereits bekanntgegeben, dass das Unternehmen zwischen Januar und März unterm Strich so gut wie nichts verdient hat. Beim operativen Ergebnis des Versicherers kam es zu einem Einbruch von 2,2 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf 1,3 Milliarden Euro.

Ob sich die Allianz bereits einen konkreteren Ausblick für das Krisenjahr 2009 zutraut, ist mehr als fraglich. Noch auf dem Aktionärstreffen wagte Diekmann wegen der unsicheren Wirtschaftsentwicklung keine Prognose. Das gesamte Wirtschaftssystem verändere sich und er wolle nichts versprechen, was er nicht halten könne, sagte Diekmann. Erst für den Jahreswechsel 2009/10 rechnet er mit einer leichten Erholung der Weltwirtschaft.

Auch der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück wagte sich nach einem erneuten Gewinneinbruch im ersten Quartal zuletzt nicht aus der Deckung und gab weiterhin kein Gewinnziel für dieses Jahr aus. Neben Belastungen durch die mittlerweile an die Commerzbank verkaufte Dresdner Bank in Höhe von 400 Millionen Euro drückten im ersten Quartal auch Abschreibungen bei Finanzanlagen auf das Ergebnis der Allianz.

Hinzu kamen Schäden durch die Brände in Australien und die Winterstürme in Europa. Gut sei dagegen das Geschäft mit Lebensversicherungen gelaufen, erklärte das Unternehmen. Der Umsatz des Konzerns stieg leicht von 27,0 auf 27,7 Milliarden Euro.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

USA und China verschärfen Handelsstreit dramatisch
Geht es nach Donald Trump, soll die Hälfte aller chinesischen Einfuhren in die USA mit Strafen belegt werden. Peking will Vergeltung üben. Die beiden größten …
USA und China verschärfen Handelsstreit dramatisch
Audis kommissarischer Chef heißt Bram Schot
VW und Audi halten sich im Falle Stadler alle Optionen offen. Der Audi-Chef wurde beurlaubt und der bisherige Vertriebsvorstand Schot auf seinen Posten berufen. …
Audis kommissarischer Chef heißt Bram Schot
Lange Wartezeiten am Frankfurter Flughafen möglich
Deutschlands Tor zur Welt klemmt derzeit. Zum Beginn der Sommerferien in einigen Bundesländern herrscht am Frankfurter Flughafen Anspannung. Staus wie zu Ostern sollen …
Lange Wartezeiten am Frankfurter Flughafen möglich
Frau lenkt Diskussion nach Aldi-Post in andere Richtung: Wurden wegen der WM tatsächlich viele Hunde getötet?
Über positive Aufregung vor der Fußball-WM wollte Aldi Süd auf Facebook schreiben - und erlebte eine aus ganz anderen Gründe aufgeregte Kundin.
Frau lenkt Diskussion nach Aldi-Post in andere Richtung: Wurden wegen der WM tatsächlich viele Hunde getötet?

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.