Allianz schafft knapp noch Gewinn

München - Deutlicher Gewinneinbruch bei der Allianz: Der größte europäische Versicherungskonzern hat im ersten Quartal gerade einmal ein Plus von 29 Millionen Euro gemacht - verglichen mit 1,15 Milliarden Euro vor einem Jahr.

Die Finanzmarktkrise und der Verkauf der Dresdner Bank belasteten den Konzern. Zugleich litt die Schaden- und Unfall-Versicherung unter einer deutlich höheren Schadensquote - ihr Ergebnis brach um fast 60 Prozent ein, wie Finanzvorstand Helmut Perlet in München erklärte. Dagegen wurde in der Lebens- und Krankenversicherung eine leichte Erholung sichtbar.

Die Nachfrage nach traditionellen Lebensversicherungen zog an, und auch der Vertrieb von Versicherungen über Banken legte zu, wie Perlet sagte. Das ließ den Konzernumsatz der Allianz im ersten Quartal leicht auf 27,7 Milliarden Euro steigen. Außerdem stiegen die Preise bei Neuverträgen in der Schaden- und Unfall-Versicherung nach drei Jahren wieder.

Insgesamt bleibe das Marktumfeld aber schwierig. “Die Allianz bewältigt die Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf das Geschäft weiterhin erfolgreich. Unsere Kapitalausstattung ist solide, unser Investmentportfolio qualitativ hochwertig und liquide und unsere operative Ergebniskraft belastbar“, sagte der Finanzchef.

AP

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