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Der Chef der Gewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt ( IG BAU), Klaus Wiesehügel, ist zuversichtlich, dass eine Lösung im Tarifkonflikt möglich ist.

Arbeitgeber und IG BAU ringen um Lösung

Frankfurt/Main - Im Tarifkonflikt für die rund 700 000 Beschäftigten im Baugewerbe hat am Freitag die Schlichtung begonnen.

Unter Vorsitz des früheren Bundeswirtschaftsministers Wolfgang Clement ( SPD ) kamen Arbeitgeber und Gewerkschaft in Frankfurt zusammen, um nach drei gescheiterten Verhandlungsrunden doch noch einen Kompromiss zu finden und drohende Streiks abzuwenden.

Verhandlungsteilnehmer zeigten sich zum Auftakt optimistisch, möglicherweise noch an diesem Freitag oder in der Nacht zu Samstag eine Einigung zu erzielen. “In meinem Alter versucht man möglichst früh fertig zu werden“, sagte der 68 Jahre alte Clement zum Verhandlungsauftakt auf die Frage nach der Dauer der Gespräche.

Der Chef der Gewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt ( IG BAU), Klaus Wiesehügel, sagte aber: “Der Stand ist bislang sehr, sehr schwierig.“ Er sei trotzdem zuversichtlich, dass eine Lösung möglich sei. Der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Frank Dupré, sagte, man sei bereit, ein Angebot vorzulegen.

Wann die von der Gewerkschaft geforderte Angleichung der Löhne in Ost und West komme, könne derzeit aber noch nicht festgelegt werden. Die IG BAU fordert neben der Ost-West-Angleichung sechs Prozent mehr Geld. Bei den Verhandlungen geht es zudem um die Mindestlöhne am Bau .

Die Arbeitgeberseite hatte bislang kein konkretes Angebot vorgelegt.

DPA

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