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Air Berlin will trotz eines Verlustes von 80 Millionen Euro einen „planmäßigen Abschluss“ machen.

Dennoch “planmäßiger Abschluss“ bei Umsatz und Ergebnis

Air Berlin macht mehr als 80 Millionen Verlust

Berlin - Air Berlin hat im ersten Quartal 2009 einen operativen Verlust von 87,3 Millionen Euro eingeflogen. Das sind 27,3 Prozent weniger als im Vergleichzeitraum des Vorjahres.

Das Netto-Ergebnis beträgt nach Angaben der zweitgrößten deutschen Fluglinie vom Mittwoch sogar minus 88,4 Millionen Euro. Dennoch sei das Quartal “trotz der Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise bei Ergebnis und Umsatz plangemäß abgeschlossen“ worden, meldete das Unternehmen.

Die Zahl der Passagiere ging den Angaben zufolge um 6,2 Prozent auf 5,5 Millionen zurück und lag damit besser als der Branchenschnitt. Als Ursachen für den Verlust im laufenden Quartal gab die Gesellschaft neben der geringeren Nachfrage nach Flugleistungen an, dass sich die Osterreisezeit in den April verschob. Der Umsatz insgesamt habe sich um 1,2 Prozent auf 661 Millionen Euro verbessert.

Das sei in erster Linie auf den höheren Umsatz pro Passagierkilometer (RPK) zurückzuführen. Er habe sich um 15,4 Prozent von 7,22 auf 8,33 Eurocent. Aufgrund höherer Aufwendungen für Kerosin fiel das operative Ergebnis vor Abschreibungen und Leasingaufwand im Berichtsquartal mit 27,1 Millionen Euro geringer aus als im Vorjahr, in dem 40,3 Millionen Euro erzielt wurden. Operativ wurde ein EBIT von minus 87,3 Millionen Euro erreicht nach minus 68,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Das Netto-Ergebnis der ersten drei Monate 2009 beträgt minus 88,4 Millionen Euro nach minus 59,6 Millionen Euro im Vergleichsquartal. Air-Berlin-Chef Joachim Hunold, erklärte dazu: “Air Berlin hat sich in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld besser als andere europäische Fluggesellschaften geschlagen. Wir konnten die Umsätze im Chartergeschäft vor allem aufgrund eines verbesserten Kapazitätsmanagements im Langstreckengeschäft steigern. Zudem ist es uns gelungen, in einem schrumpfenden Marktumfeld Einzelplatzverkaufsumsätze weitgehend stabil zu halten“.

Laut Finanzvorstand Ulf Hüttmeyer wurde der Umsatz pro Passagier dank “verbesserter Steuerung und dem höherwertigen Kundenmix“ erzielt, obwohl der Sitzladefaktor, die Auslastung, um 1,8 Prozentpunkte auf 71,5 Prozent sank. Diese Umsatzkennziffer stieg um 12,6 Prozent auf 5,96 Cent. Air Berlin ist nach eigenen Angaben die zweitgrößte Fluggesellschaft Deutschlands. Zum 31. März 2009 beschäftigte das Unternehmen mehr als 8.000 Mitarbeiter und hatte 131 Flugzeuge im Einsatz.

AP

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