+
Der Betriebsrat befürchtet den Verlust von 18.000 Jobs bei einer Fiat-Opel-Partnerschaft.

Betriebsrat befürchtet Verlust von 18.000 Jobs bei Fiat-Opel-Partnerschaft

Frankfurt/Main - Deutsche und italienische Arbeitnehmervertreter befürchten für den Fall eines Fiat-Einstiegs bei Opel einen Verlust von europaweit 18.000 Arbeitsplätzen.

 “Wir befürchten, dass mit Brachialgewalt Arbeitsplätze zerschlagen würden“, sagte der Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz am Mittwochabend nach einem ersten Arbeitstreffen deutscher und italienischer Gewerkschaftsvertreter in Frankfurt am Main. Franz beklagte, dass Fiat bisher keine Details seiner Pläne mit Opel vorgelegt habe.

Fiat-Chef Sergio Marchionne werde es nicht schaffen, die Arbeitnehmer verschiedener Länder gegeneinander auszuspielen. Zwar stünden die Opel-Beschäftigten Fiat “nicht grundsätzlich feindlich“ gegenüber. Die Arbeitnehmervertreter müssten aber von Anfang an in alle Verhandlungen einbezogen werden.

Für die kommende Woche ist der IG Metall zufolge ein Treffen deutscher und österreichischer Gewerkschafter geplant, dabei soll es um einen möglichen Einstieg des Interessenten Magna bei Opel gehen. Nach Angaben von Bruno Vitali von der italienischen Gewerkschaft FIM-CISL sind auch weitere deutsch-italienische Gewerkschaftstreffen geplant. “Wir brauchen den Kontakt zwischen den Gewerkschaften, um die Arbeitsplätze zu verteidigen“, sagte er.

Er betonte, auch den italienischen Gewerkschaften seien die Fiat-Pläne mit Opel unbekannt: “Wir finden es unakzeptabel, dass wir von den deutschen Kollegen Informationen bekommen müssen, die auch italienische Werke betreffen“, sagte er. Man sei in großer Sorge um einige Fiat-Werke. 

ap

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

USA und China verschärfen Handelsstreit dramatisch
Geht es nach Donald Trump, soll die Hälfte aller chinesischen Einfuhren in die USA mit Strafen belegt werden. Peking will Vergeltung üben. Die beiden größten …
USA und China verschärfen Handelsstreit dramatisch
Audis kommissarischer Chef heißt Bram Schot
VW und Audi halten sich im Falle Stadler alle Optionen offen. Der Audi-Chef wurde beurlaubt und der bisherige Vertriebsvorstand Schot auf seinen Posten berufen. …
Audis kommissarischer Chef heißt Bram Schot
Lange Wartezeiten am Frankfurter Flughafen möglich
Deutschlands Tor zur Welt klemmt derzeit. Zum Beginn der Sommerferien in einigen Bundesländern herrscht am Frankfurter Flughafen Anspannung. Staus wie zu Ostern sollen …
Lange Wartezeiten am Frankfurter Flughafen möglich
Frau lenkt Diskussion nach Aldi-Post in andere Richtung: Wurden wegen der WM tatsächlich viele Hunde getötet?
Über positive Aufregung vor der Fußball-WM wollte Aldi Süd auf Facebook schreiben - und erlebte eine aus ganz anderen Gründe aufgeregte Kundin.
Frau lenkt Diskussion nach Aldi-Post in andere Richtung: Wurden wegen der WM tatsächlich viele Hunde getötet?

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.