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Fiat soll die Mehrheit an Autobauer Chrysler übernehmen.

Chrysler hofft auf grünes Licht für Fiat-Einstieg

New York - Im Überlebenskampf des US-Autobauers Chrysler zieht sich die entscheidende Runde vor dem Insolvenzgericht in die Länge.

Eine Anhörung zum geplanten Rettungsverkauf an Fiat musste wegen der Flut an Einwänden am Donnerstag fortgesetzt werden. Viele Händler, Zulieferer und Gläubiger wollen für sich mehr herausholen als der Sanierungsplan vorsieht.

Die entscheidenden Anhörung in New York hatte am Mittwochmorgen begonnen und bis in die Abendstunden (Ortszeit) gedauert. Gegen das Rettungskonzept gibt es mehr als 300 Widersprüche. Sollte das Gericht nach der Anhörung grünes Licht geben, könnte Chrysler laut früheren Medienberichten das vor gut einem Monat gestartete Insolvenzverfahren womöglich bereits in der kommenden Woche verlassen.

Fiat soll den Plänen zufolge zunächst 20 Prozent an Chrysler bekommen und langfristig die Mehrheit übernehmen können. Die Gewerkschaft UAW soll anfangs 55 Prozent halten im Tausch für Milliardenforderungen ihres Gesundheitsfonds für Betriebsrentner. Den Rest bekommt der Staat. Neben Chrysler hat Fiat auch ein Angebot für Opel abgegeben. Die Italiener wollen mit dem Verbund von drei Herstellern einen globalen Autoriesen schmieden.

US-Präsident Barack Obama und Chrysler selbst hatten stets ein Verlassen der Insolvenz nach 30 bis 60 Tagen als Ziel ausgegeben. Ein schneller Abschluss wäre auch für die Opel-Mutter General Motors (GM) Anlass zur Hoffnung. Für GM wird eine geordnete Insolvenz als Sanierungsweg bereits bis spätestens Montag erwartet.

dpa

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