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Auch Conti muss wegen der Wirtschaftskrise Werke schließen.

Conti will Werk an MAG verkaufen

Hannover - Der Reifenhersteller Continental verhandelt mit dem arabischen Konzern MAG über das Kaufangebot für das Reifenwerk in Clairoix. Klappt das nicht, will Conti den Standort schließen.

Der Reifenhersteller Continental ist offen für ein Kaufangebot des arabischen Mischkonzerns MAG aus Dubai, der sich für das Conti-Reifenwerk im nordfranzösischen Clairoix interessiert. Vertreter von Conti und der MAG seien am Mittwoch zur Klärung der Bedingungen für eine möglichen Vereinbarung zusammengetroffen, teilte Conti in Hannover mit.

Dabei sei es um einen möglichen Transfer des gesamten Standorts gegangen - einschließlich Produktionskapazitäten, Anlagen, Mitarbeiter und Know-how. “Wir sind das Thema sehr verantwortungsbewusst angegangen und waren immer für einen möglichen Verkauf offen“, sagte der Leiter der Division Pkw-Reifen, Nikolaï Setzer.

Am Mittwoch sei MAG vorgeschlagen worden, in Gespräche über ein Kaufangebot einzutreten. Auch die Möglichkeit technischer Unterstützung für MAG werde geprüft. Mehrere hundert französische Mitarbeiter des Conti-Werks Clairoix hatten am Mittwoch im lothringischen Schwesterwerk Saargemünd für ihre Arbeitsplätze demonstriert. Dabei drangen sie auch auf das Werksgelände vor und zündeten vor dem Eingang Reifen an. Gewerkschafter drohten zudem mit einer Werksblockade.

Nachdem erboste Conti-Werker bereits ein Verwaltungsgebäude in Compiègne verwüstet hatten, schützten Polizeikräfte Gerichte und Staatsgebäude von Saargemünd. Angesichts großer Überproduktion und der Branchenkrise will Continental neben dem hannoverschen Werk den Standort Clairoix mit 1100 Mitarbeitern schließen.

dpa

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