Air France-KLM und Delta fliegen gemeinsam

Paris - Die größte europäische Fluggesellschaft Air France-KLM und der amerikanische Branchenprimus Delta Air Lines legen ihr Nordatlantikgeschäft zusammen.

Künftig werden die Flugverbindungen zwischen Nordamerika und Europa/Nordafrika gemeinsam angeboten, wie Air France-KLM am Mittwoch in Paris mitteilte. Damit seien 25 Prozent der Nordatlantikflüge in einer Hand. Die Kosten und die Einnahmen würden geteilt. Der Vertrag sollte noch am Mittwoch unterzeichnet werden.

Entgegen früheren Plänen ist die italienische Fluggesellschaft Alitalia, an der sich Air France-KLM jüngst beteiligt hat, zunächst nicht dabei. Auch die Iberia bleibt draußen, weil die Pläne der Franzosen zur Übernahme der spanischen Fluggesellschaft gescheitert sind. Dagegen ist die von Delta übernommene Northwest Airlines mit im Boot. Das Gemeinschaftsunternehmen nutzt das 2007 geschlossene "Offene-Himmel-Abkommen" der Europäischen Gemeinschaft mit den USA über die Liberalisierung des Flugverkehrs. Es tritt gegen die Bündnisse um die Lufthansa und British Airways an.

Air France, Delta und Partner kommen gemeinsam auf einen Umsatz von zwölf Milliarden Dollar (9,3 Milliarden Euro) im Nordatlantikgeschäft. Das Bündnis bietet täglich mehr als 200 Transatlantikflüge mit 50 000 Sitzen an. Eingeschlossen in die Vereinbarung sind die Flüge von Nordamerika nach Tahiti und von Amsterdam nach Indien. Der Vertrag kann nach zehn Jahren mit drei Jahren Vorlauf gekündigt werden. Air France bietet bereits mit Delta gemeinsam Flüge von London in die USA an; KLM fliegt mit Northwest von London nach Nordamerika.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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