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Ab Freitag drohen ganztägige Kita-Streiks

Ende der Urabstimmung

Ab Freitag drohen ganztägige Kita-Streiks

Frankfurt/Main - In Kindertagesstätten drohen ab Freitag ganztägige Streiks. Die Gewerkschaft ver.di erwartete bei der Urabstimmung, die bis Mittwoch dauerte, eine große Zustimmung der Beschäftigten.

Am Donnerstag sollten das Ergebnis der Urabstimmung und Informationen über Streiks bekanntgegeben werden. “Geld und Atem für den Arbeitskampf werden sehr, sehr lange reichen“, sagte ver.di-Chef Frank Bsirske der in Hannover erscheinenden “Neuen Presse“ zufolge. Es wäre der erste bundesweite Streik der Branche.

Der Berufsstand der Erzieher müsse endlich aufgewertet werden, betonte Bsirske. An den Eltern liege es mit, Druck auf die kommunalen Arbeitgeber zu machen, damit ein tragfähiges Tarifergebnis zustande komme. Betroffene Eltern seien in einem Infobrief darüber informiert worden, dass es in ihrer Kindertagesstätte Streiks geben könne, erklärte ver.di. Diese Briefe seien bereits in der vergangenen Woche verteilt worden. Die einzelnen Kitas gäben Auskunft über mögliche Protestaktionen.

Nach einem Umfrage der “Frankfurter Rundschau“ bei ver.di-Landesverbänden werden Streiks unter anderem in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Hessen, Bayern und dem Saarland vorbereitet. Ver.di und die GEW, die ebenfalls zu Protesten aufgerufen hat, benötigen eine Zustimmungsquote von 75 Prozent.

Ver.di und GEW kämpfen neben einer höheren Eingruppierung der Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes für einen besseren Gesundheitsschutz. Der physische und psychische Druck habe für die Erzieher, Sozialarbeiter und Sozialpädagogen zugenommen, das Gehalt habe sich durch neue Eingruppierungssysteme in den vergangenen Jahren hingegen verschlechtert, kritisieren sie. Die Gewerkschaften hatten die Verhandlungen über einen neuen Gesundheitstarifvertrag für die insgesamt rund 220.000 Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst Ende April für gescheitert erklärt. An einem Warnstreik am 6. Mai hatten sich nach Gewerkschaftsangaben 19.000 Beschäftigte beteiligt.

ap

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