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Im Mai sank die Nachfrage an Arbeitskräften (Archivbild).

Immer weniger Arbeitskräfte gesucht

Nürnberg - Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist im Mai auf den niedrigsten Stand seit September 2005 gesunken. Im Vergleich zum April fiel der Stellenindex BA-X um weitere 5 auf 126 Punkte.

Wie die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch mitteilte, lag er vor einem Jahr lag noch 43 Punkte höher. In den kommenden Monaten rechnet die Behörde mit einem weiteren Beschäftigungsrückgang. Die aktuellen Arbeitsmarktdaten wird die BA am (morgigen) Donnerstag (10.00 Uhr) in Nürnberg veröffentlichen.

Von AP befragte Volkswirte halten dagegen trotz Wirtschaftskrise eine schwache Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt für möglich. Andreas Rees von UniCredit in München erwartet für Mai einen Rückgang der Arbeitslosenzahl um rund 20.000. Er schränkte allerdings ein: “Das ist für einen Mai richtig schlecht.“ In den vergangenen Jahren sei die Arbeitslosenzahl im Mai im Schnitt um rund 180.000 gesunken.

Spätestens im Herbst müssen neue Aufträge her

 Die Nagelprobe für den Arbeitsmarkt erwartet Rees nach der Sommerpause. Bisher habe die Kurzarbeit eine Katastrophe am Arbeitsmarkt verhindern können. Spätestens im Herbst müssten die Unternehmen dann aber neue Aufträge erhalten, um Massenentlassungen zu vermeiden. “Dann müssen sie Hopp oder Top sagen“, betont Rees. Angesichts niedriger Lagerbestände bestehe aber Grund zur Hoffnung: “Es reicht ein kleiner Auftrag, damit die Betriebe die Produktionsbänder wieder laufen lassen müssen“, so der Wirtschaftsexperte.

Eckhard Tuchtfeld von der Commerzbank in Frankfurt ist optimistischer als sein Kollege und rechnet im Mai mit einem Rückgang der Arbeitslosenzahl um etwa 80.000. Das schöne Wetter habe vor allem den Außenberufen geholfen, erklärte er. Im April war die Zahl der Menschen ohne Job um 1.000 auf 3,585 Millionen gesunken. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 8,6 Prozent.

AP

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