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Die Landesbank Baden-Württemberg ist schwer angeschlagen.

LBBW streicht 2500 Jobs

Stuttgart - Die finanziell schwer angeschlagene Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) wird 2500 Stellen streichen. Die Jobs sollen bis zum Jahr 2013 wegfallen.

Um wieder in die schwarzen Zahlen zurückzukehren, sollen in diesem Zeitraum jährlich rund 700 Millionen Euro eingespart werden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur dpa am Donnerstag in Stuttgart aus Kreisen der CDU/FDP-Koalition. Der LBBW- Vorstand erwarte im operativen Geschäft einen deutlichen Verlust im laufenden Jahr, ohne dass dieser beziffert wurde. Bisher war von einem Minus von rund zwei Milliarden Euro die Rede.

Detaillierte Angaben über die erwarteten roten Zahlen im Jahr 2009 wurden nach den Sitzungen der Trägerversammlung und des Verwaltungsrates der Bank erwartet, die am Donnerstag über das Sanierungskonzept der LBBW berieten.

 In der Summe aller Maßnahmen wolle die LBBW ihre Bilanzsumme (Ende Juni: 448 Milliarden Euro) um rund 40 Prozent verringern. Die Mitarbeiterzahl der LBBW lag Ende Juni im Konzern bei rund 13 600 Beschäftigten. Die Gespräche über den Jobabbau sollen bereits angelaufen sein.

Die EU-Kommission soll den Angaben zufolge die drastischen Sparmaßnahmen eingefordert haben, bevor sie grünes Licht für die im Frühjahr eingeleitete Kapitalspritze von fünf Milliarden Euro durch die Träger gibt. Zustimmen muss Brüssel auch den Garantien der öffentlichen Hand für riskante Wertpapiere in Höhe von 12,7 Milliarden Euro.

Das LBBW-Zukunftskonzept soll der EU-Kommission in Kürze vorgelegt werden. Es wird damit gerecht, dass bis zum Abschluss der Genehmigung mehrere Monate vergehen werden. Der Branchenprimus will sich künftig vor allem auf das Geschäft mit mittelständischen Firmen, Privatkunden und Sparkassen sowie mit institutionellen Kunden konzentrieren. Im Gegenzug soll das Kreditersatzgeschäft schrittweise auslaufen. Flugzeug- und Schiffsfinanzierungen sollen nicht mehr angeboten werden. Das Auslandsgeschäft will Vetter deutlich straffen. Beteiligungen sollen abgestoßen werden. Im gewerblichen Immobiliengeschäft will sich die LBBW künftig auf Deutschland und eingeschränkt auf die USA und Großbritannien konzentrieren.

dpa

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