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Magna will alle deutschen Opel-Werke erhalten.

Magna will alle deutschen Opel-Werke erhalten

Berlin/Wien - Der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna International will für den Fall einer Opel-Übernahme alle deutschen Standorte des Autobauers erhalten.

Auch die Zentrale in Rüsselsheim und die dortige Entwicklungsabteilung sollen erhalten bleiben, sagte Magna-Geschäftsführer Siegfried Wolf am Freitag in Berlin . Wie Magna-Sprecher Daniel Witzani bestätigte, sieht der dem Bundeswirtschaftsministerium vorgelegte Plan eine Beteiligung von jeweils 35 Prozent für die Opel-Mutter General Motors ( GM ) und die russischen Magna-Partner sowie eine 20-prozentige Beteiligung von Magna vor. Zehn Prozent würde die Opel-Belegschaft halten.

Deutlich weniger Arbeitsplätze sollen abgebaut werden

Wolf kündigte in Berlin an, bei der Verwirklichung der Magna-Pläne würden “deutlich weniger als 18 000 Arbeitsplätze“ bei Opel abgebaut. Wie viele es genau sein würden, lasse sich noch nicht sagen. Magna könne allerdings keine Garantie für die Opel/Vauxhall-Werke in England sowie in Antwerpen abgeben. Für diese Standorte werde man allerdings versuchen, “andere europäische Autobauer zu gewinnen“, erläuterte Magna-Sprecher Witzani .

Staatsgarantien von vier bis fünf Milliarden Euro

Der österreichisch-kanadische Konzern erwartet seinem Konzept zufolge Staatsgarantien zur Absicherung des Betriebs bei Opel in Höhe von etwa vier bis fünf Milliarden Euro. Dabei werde man sich bemühen, so wenig Geld wie möglich in Anspruch zu nehmen, da diese Beträge ja als Darlehen zurückgezahlt werden müssten. Das Magna-Konsortium selbst will nach Angaben von Wolf bis zu 700 Millionen Euro investieren.

Insgesamt will Magna nach dem vorliegenden Plan etwa 20 Prozent an einer neuen Gesellschaft halten, die aus den heutigen Konzernteile von GM Europe gebildet werden soll. GM selbst solle mit 35 Prozent beteiligt sein. Für den russischen Autobauer GAZ und die russische Bank Sberbank sind ebenfalls 35 Prozent der Anteile veranschlagt. Die restlichen zehn Prozent sollen die Mitarbeiter der neuen Gesellschaft halten. Ob auch die Opel-Händler an dem Konsortium beteiligt sein werden, war noch unklar.

Als Chef des neuen Unternehmens kann sich Wolf nach eigenen Angaben den bisherigen GM -Europachef, Carl-Peter Forster, vorstellen. Laut Wolf wird es zwei Jahre dauern, bis die neue Gesellschaft Geld verdient. Befragt dazu, ob Magna sich auch mit dem US-Finanzinvestor Ripplewood zusammentun würde, falls man alleine nicht zum Zuge käme, sagte Wolf: “Für uns sind keine Türen zu.“

dpa

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