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Im Korruptionsverfahren gegen MAN hat die Staatsanwaltschaft München einem Bericht zufolge einen früheren leitenden Manager des Konzerns vorläufig festgenommen.

Medien: Früherer Top-Manager von MAN vorläufig festgenommen

Frankfurt/Main - Im Korruptionsverfahren gegen MAN hat die Staatsanwaltschaft München einem Bericht zufolge einen früheren leitenden Manager des Konzerns vorläufig festgenommen.

Der Münchner stehe unter Verdacht, Geld des Nutzfahrzeugherstellers auf das Schweizer Konto einer Moskauer Beratungsgesellschaft transferiert zu haben, berichtete das Nachrichtenmagazin "Focus" am Samstag vorab. Dabei könne es sich um eine Scheinfirma für illegale "Provisionen" handeln.

Der verdächtige Manager habe angegeben, es habe sich bei den Zahlungen um "Schutzgelder" gehandelt. Laut "Focus" fallen diese juristisch nicht unter Korruption. Einem ebenfalls am Samstag veröffentlichten Bericht des Nachrichtenmagazins "Spiegel" zufolge gehört zu den Beschuldigten auch ein aktueller Top-Manager von MAN. Dessen Anwalt habe die Ermittlungen bestätigt, sich aber nicht weiter dazu geäußert.

Sprecher von Staatsanwaltschaft und MAN kommentierten die Meldungen am Samstag nicht. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft verwies auf eine umfassende Presseerklärung, die für Montag geplant sei.

Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass MAN beim Verkauf von Lastwagen und Bussen in sieben Länder Schmiergeld gezahlt hat. Den Ermittlungen zufolge soll Geld nach Deutschland, Italien, Libyen, Algerien, Luxemburg, Griechenland und Norwegen geflossen sein, wie das Blatt berichtete.

ap

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