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GM soll einen schnellen Neustart bekommen.

Neue Hoffnung für GM in geordneter Insolvenz

New York - Trotz der so gut wie sicheren Insolvenz gibt es für die Opel-Mutter General Motors ( GM ) neue Hoffnung auf ein Überleben.

Die US-Regierung will mit einem verbesserten Angebot an die Gläubiger die zur Rettung geplante Verstaatlichung des Autobauers schon vorher möglichst klarmachen. Die spätestens für diesen Montag erwartete Insolvenz soll dann als Sanierungsweg einen schnellen Neustart von GM ermöglichen.

Das Regierung bietet den Zehntausenden von Gläubigern für einen milliardenschweren Schuldenverzicht nun eine höhere Beteiligung am GM -Konzern als die bisher offerierten zehn Prozent. Bedingung: Die Kreditgeber müssen der im Insolvenzverfahren geplanten Übernahme von 72,5 Prozent an GM durch den Staat zustimmen. Das Finanzministerium habe den Gläubigern dafür eine Frist bis zu diesem Samstag um 17.00 Uhr Ortszeit (23.00 Uhr MESZ), teilte GM am Donnerstag mit.

Eine maßgebliche Gläubigergruppe habe bereits Zustimmung signalisiert. Sie stehe für rund ein Fünftel der Gesamtschulden von 27 Milliarden Dollar. Erst Mitte der Woche war der Konzern mit seinem bisherigen Angebot zum Schuldenabbau deutlich gescheitert und hatte keine ausreichende Zustimmung erreicht.

Der Staat soll die Finanzierung der Sanierung übernehmen. Nach Medienberichten sind mindestens 50 Milliarden Dollar nötig neben den bisher bereits geleisteten Hilfen von knapp 20 Milliarden Dollar.

Die Beteiligung der Gläubiger von zunächst zehn Prozent könne später über Optionen auf bis zu 15 Prozent steigen, heißt es im Vorschlag der Regierung. Die Autogewerkschaft UAW soll für Zugeständnisse ihres Betriebsrentner-Gesundheitsfonds einen Anteil von 17,5 Prozent bekommen.

Die Insolvenz wird wegen der dramatischen Schieflage des Konzerns spätestens für diesen Montag erwartet. US-Präsident Barack Obama hatte GM zu diesem Termin ein Ultimatum für einen tragfähigen Sanierungsplan gesetzt.

Der ebenfalls existenzbedrohte Wettbewerber Chrysler steckt bereits seit rund einem Moment im Insolvenzverfahren. Zur Rettung soll hier der italienische Fiat-Konzern einsteigen. Fiat hat auch ein Angebot für Opel abgegeben. Die Italiener wollen mit dem Verbund von drei Herstellern einen globalen Autoriesen schmieden.

Das Finanzministerium erklärte, dass der Vorschlag zu einer “neuen GM “ führen werde. Dieses Unternehmen werde dann eine gesunde Bilanz haben und langfristig überlebensfähig sein.

Die kompromissbereite Gläubigergruppe begrüßte den neuen Vorschlag einer geordneten und möglichst kurzen Insolvenz. Sie “unterstützt das neue Angebot von GM und glaubt, dass es im Vergleich zur Alternative - ein ungewisses und kostspieliges Insolvenz-Gerichtsverfahren - die beste Alternative für die Kreditgeber in der gegenwärtigen schwierigen und trostlosen Lage ist“, hieß es in einer Mitteilung.

dpa

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