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Die Strom-Konzerne  E.on und RWE sind im Visier der Staatsanwälte.

Staatsanwälte prüfen Ermittlungen gegen Stromriesen

Düsseldorf - Die Staatsanwaltschaften Düsseldorf und Essen haben noch nicht entschieden, ob sie gegen die Stromriesen E.ON und RWE Ermittlungen wegen des Verdachts der Marktmanipulation einleiten.

Die Prüfung von Strafanzeigen dauere noch an, sagten Behördensprecher am Freitag auf Anfrage der dpa. Ein Mitglied des Bundes der Stromverbraucher hatte die Energiekonzerne angezeigt. Er wirft E.ON und RWE vor, die Strombörse EEX in Leipzig manipuliert zu haben. Die Versorger hätten dort irreführende Angaben gemacht und absichtlich Strommengen verknappt, um die Preise hochzutreiben.

Der Vorsitzende des Bundes der Energieverbraucher, Aribert Peters, sprach von “exorbitanten Schäden“ durch die Manipulationen. Allein E.ON habe 2007 rund 3,6 Milliarden Euro zu viel beim Strom kassiert. Der Schaden für die Endverbraucher summiere sich für 2007 auf rund 12,6 Milliarden Euro. Betroffen seien Industrie, Stadtwerke und jeder Haushalt. Anlass für die Anzeige, die sich auf ein Gutachten des Erlanger Strafrechtsprofessors Matthias Jahn stützt, sei die Einigung zwischen der EU-Kommission und E.ON, sagte Peters am Freitag.

Die Kommission hatte im vergangenen Jahr ein Kartellverfahren gegen den Düsseldorfer Konzern eingestellt. Die Wettbewerbshüter hatten den Verdacht, E.ON nutze seine marktbeherrschende Stellung aus, um die Preise in die Höhe zu treiben. Der Energiekonzern musste im Gegenzug zusagen, sich von seinem Strom-Hochspannungsnetz zu trennen und einen Teil seiner Kraftwerkskapazität zu verkaufen. Er entging dadurch einem Bußgeld in Milliardenhöhe.

dpa

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