Statistik-Änderung drückt die Arbeitslosenzahlen

Nürnberg - Weil die Bundesagentur seit Anfang des Jahres diejenigen Arbeitslosen nicht mehr mitzählt, die von privaten Vermittlungen betreut werden, sehen die Zahlen seitdem v iel besser aus.

Eine zum Jahresbeginn in Kraft getretene Statistik-Änderung hat im Mai die offizielle Arbeitslosenzahl erheblich gedrückt. Das räumte die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Nürnberg ein. Tatsächlich seien im Mai 3,47 Millionen Menschen statt der offiziell genannten 3,458 Millionen arbeitslos gewesen, sagte eine Sprecherin.

Der Rückgang würde sich unter der alten Zählweise lediglich auf rund 100 000 belaufen. Die Bundesregierung hatte sich darauf verständigt, Jobsucher, die von privaten Vermittlern betreut werden, in Zukunft nicht mehr als arbeitslos einzustufen. Dies war von Sozialverbänden heftig als Verzerrung der Statistik kritisiert worden.

dpa

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