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Dem ehemaligen Vorstandschef von Premiere, Michael Börnicke droht Ärger.

Betrug durch geschönte Abozahlen vorgeworfen

SdK zeigt frühere Premiere-Chefs an

München - Aktionärsschützer haben die früheren Premiere-Vorstandschefs Georg Kofler und Michael Börnicke wegen Betrugs und Insiderhandel angezeigt.

Der Pay-TV-Sender habe beim Börsengang 2005 und bei der Kapitalerhöhung 2007 falsche Angaben über die Zahl der Abonnenten gemacht, erklärte die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) am Freitag. Kofler wies die Vorwürfe als “absolut haltlos“ zurück und sprach von einer Verleumdungskampagne.

Die SdK erklärte, erst im Oktober 2008 habe das neue Premiere-Management die Öffentlichkeit informiert, dass Premiere statt 3,4 nur 2,4 Millionen Abonnenten habe. Schon im Februar 2007 hätten Kofler und Börnicke eigene Premiere-Aktien für 185 beziehungsweise 6 Millionen Euro verkauft. Die Strafanzeige wegen Kapitalanlagebetrugs und Insiderhandel sei beim Landgericht München eingereicht worden. Aktionäre sollten Schadenersatzansprüche prüfen lassen. Kofler warf der SdK einen billigen Profilierungsversuch vor. Alle Finanz- und Abonnentenzahlen seien beim Börsengang von Wirtschaftsprüfern genauestens durchleuchtet worden. “Es gibt keine falschen Zahlen, es gibt nur zwei unterschiedliche Marketingstrategien“, sagte er der Nachrichtenagentur AP. Er habe auch um Kleinkunden mit fünf Euro Umsatz geworben und diese mitgerechnet. Das neue Management von Rupert Murdoch dagegen sei an Niedrigpreis-Abos nicht mehr interessiert, sondern wolle einen hohen Pro-Kopf-Umsatz ausweisen. Die SdK werde er möglicherweise wegen Verleumdung und Rufschädigung belangen, sagte Kofler.

ap

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