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Der Zukauf des schwedischen Spielwarenherstellers Brio wirkte sich positiv auf den Umsatz von Ravensburger aus. Foto: Felix Kästle/Illustration

Spielwarenhersteller setzen wieder verstärkt auf Klassisches

Zur 67. Spielwarenmesse reisen 2850 Aussteller aus aller Welt nach Nürnberg. Im Gepäck für die weltgrößte Spielzeugschau haben sie jede Menge Spielsachen - am Dienstag präsentierten sie einen Teil davon zum ersten Mal.

Nürnberg (dpa) - Noch vor dem ersten Tag der 67. Spielwarenmesse in Nürnberg haben die Hersteller ihre Produktneuheiten der Öffentlichkeit präsentiert.

Neben viel technischem Spielzeug wie Quadrocoptern und Robotern setzen die Unternehmen in diesem Jahr wieder verstärkt auf Klassisches. So feiern beispielsweise Knete, Bügelperlen und Brettspiele ein Revival. "Wir sehen, dass in Zeiten des Wandels und der gefühlten Unsicherheit die Rückbesinnung auf das Wesentliche eine wichtige Rolle spielt", sagte auch Ravensburger-Vorstandschef Karsten Schmidt, dessen Firma am Dienstag die Umsatzzahlen für 2015 bekanntgab.

Das mit Abstand meiste Geld sei erneut mit Spielen und Puzzles erwirtschaftet worden, teilte das Unternehmen mit. Renner seien zudem neue Auflagen der Brettspiel-Klassiker "Das verrückte Labyrinth" oder "Der zerstreute Pharao" gewesen. Auch dank des Zukaufs des schwedischen Holzeisenbahnherstellers Brio steigerte Ravensburger seinen Umsatz zum neunten Mal in Folge. Die Erlöse kletterten 2015 um 19,2 Prozent auf 444,9 Millionen Euro. Zum Gewinn will das Unternehmen erst im Juni Angaben machen.

Unmittelbar vor der offiziellen Eröffnung der weltweit größten Spielwarenmesse mit gut 2850 Ausstellern am Dienstagabend berichtete auch der Spielzeughersteller Lego über gute Zahlen in seinem Deutschland-Geschäft. Der Marktanteil in der Bundesrepublik sei 2015 minimal um 0,3 Punkte auf 17,2 Prozent gestiegen. Der Einzelhandelsumsatz stieg demnach um 9,1 Prozent. Länderübergreifende Geschäftszahlen will der Konzern im März im dänischen Billund bekanntgeben.

Spielwarenmesse

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