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VW: Zulieferer soll sich Aufträge erkauft haben

- Wolfsburg - Bei VW ermitteln Staatsanwälte wegen einer neuen Korruptionsaffäre. Der französische Zulieferer Faurecia soll sich Aufträge mit Schmiergeldzahlungen an Mitarbeiter des Konzerns erkauft haben. Unterdessen wird laut Medienberichten eine Anklage gegen Ex-VW-Personalchef Peter Hartz vorbereitet. Im Zusammenhang mit dem Faurecia-Fall stehen anscheinend ein Einkaufsmanager der VW-Tochter Audi und ein inzwischen pensionierter Bereichsleiter von VW im Verdacht, Schmiergeld des französischen Zulieferers kassiert zu haben.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt. Die "Frankfurter Rundschau" berichtet unter Berufung auf die Behörde sogar von "Untersuchungen gegen einen Kreis von 20 Personen". Es geht nach bisherigem Ermittlungsstand um Zahlungen von 600 000 bis 800 000 Euro im Jahr.

Der Verdacht richtet sich noch gegen einen anderen Beschäftigten von VW. Ein Sprecher des Konzerns sagte am Samstag: "Wir haben auch einen weiteren Mitarbeiter von VW in diesem Zusammenhang von seinen Aufgaben freigestellt." Volkswagen als geschädigtes Unternehmen unterstütze die Ermittlungen des Bundeskriminalamtes und der Staatsanwaltschaft "aktiv und mit allen Kräften".

Der verdächtige Audi-Mitarbeiter soll nach Informationen des "Spiegel" mindestens 160 000 Euro erhalten haben. Der einstige VW-Bereichsleiter soll den Erhalt von Zahlungen über 139 000 Euro eingeräumt haben, die er in bar bekommen habe. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung fanden die Beamten 70 000 Euro versteckt im Heizungskeller. Als Gegenleistung soll er Faurecia bei der Vergabe von Aufträgen für die Innenausstattung von VW-Modellen bevorzugt haben. Faurecia ist einer der größten Zulieferer der Autoindustrie.

In der seit einem Jahr bekannten VW-Affäre um Lustreisen und Schmiergelder will die Staatsanwaltschaft Braunschweig nach einem Bericht des Magazins "Focus" noch in diesem Jahr gegen Ex-Personalchef Peter Hartz Anklage wegen Untreue erheben. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig bestätigte dies jedoch nicht. Staatsanwalt Klaus Ziehe sagte: "Wir wollen bis Ende des Jahres mit den Ermittlungen fertig werden." Ob es zu einer Anklage komme, sei aber noch offen.

Im Fall der VW-Affäre sollen die Kosten für Lustreisen für Betriebsräte über das persönliche Spesenkonto von Hartz gelaufen sein. Insgesamt sind 14 Beschuldigte im Visier der Staatsanwaltschaft in Braunschweig.

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