Zumwinkel weist Untreue-Vorwurf zurück: "Spekulationen falsch"

Hamburg/Bochum - Nach Berichten über eine Ausweitung der Ermittlungen gegen Klaus Zumwinkel hat der frühere Post-Chef den Vorwurf der Untreue zurückgewiesen. "Die erneuten Spekulationen sind sachlich definitiv falsch", sagte ein Sprecher Zumwinkels am Donnerstag in Hamburg.

Zumwinkel habe sich dem Unternehmen gegenüber stets korrekt verhalten. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Bochum wollte weiterhin keinen Kommentar zu dem laufenden Verfahren abgeben.

Wie bei anderen Führungskräften von Unternehmen sei die private Nutzung des Dienstwagens mit einem Chauffeur entsprechend den Konzernrichtlinien gestattet und von der Post ordnungsgemäß lohnversteuert worden, hieß es. Auch der Vorwurf, private Flüge seien nicht privat bezahlt worden, werde "nachdrücklich" bestritten. Privat veranlasste Flüge seien auch privat abgerechnet worden.

Die "Süddeutsche Zeitung" hatte am Donnerstag berichtet, das Steuer-Ermittlungsverfahren gegen Zumwinkel solle auf den Verdacht der Untreue ausgeweitet werden. Diese Ausweitung stehe unmittelbar bevor, schrieb das Blatt unter Berufung auf "unterschiedliche Quellen". Der Untreue-Verdacht sei durch Zufallsfunde bei der Razzia in der Bonner Post-Zentrale genährt worden, hatte die Zeitung bereits am Mittwoch berichtet. In der Liechtenstein-Steueraffäre hatte die Bochumer Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung gegen Zumwinkel eingeleitet. Im Februar war er als Post-Vorstandschef zurückgetreten.

dpa

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