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Macht wieder Gewinn: die HypoVereinsbank. Hier die Zentrale in der Münchner Innenstadt.

Zurück zu schwarzen Zahlen

München – Nach hohen Verlusten 2008 hat die HypoVereinsbank im ersten Quartal des laufenden Jahres wieder den Sprung in die Gewinnzone geschafft.

Unter dem Strich stand durch Verbesserungen im operativen Geschäft ein Überschuss von 62 Millionen Euro, teilte die Münchner Tochter der italienischen Unicredit mit. Im Vorjahresquartal hatte die HypoVereinsbank einen Verlust von 282 Millionen Euro gemacht. Entwarnung gab die Bank aber noch nicht. „Die Finanzkrise ist noch längst nicht ausgestanden“, sagte HVB-Chef Theodor Weimer. Er sei weit entfernt davon zu sagen, es gehe aufwärts.

Wegen der zunehmenden Zahl der Insolvenzen infolge der Krise müsse die Vorsorge für den Ausfall von Krediten in diesem Jahr deutlich erhöht werden. „Wenn ich sehe, was draußen in der Welt los ist, müssen wir mit steigenden Werten rechnen.“ Im ersten Quartal stockte die HVB die Risikovorsorge von 187 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 283 Millionen Euro auf. Im Gesamtjahr rechnet die Bank mit mehr als einer Milliarde Euro. Eine Prognose für das Gesamtjahr wagte Weimer nicht. Insgesamt sei die Bank aber dank ihrer starken Kapitalausstattung gut gerüstet, die Kunden könnten sich auf die HypoVereinsbank verlassen. Zum Engagement bei der angeschlagenen Schaeffler-Gruppe, bei der die HVB mit rund zwei Milliarden Euro zu den größten Kreditgebern gehört, äußerte sich Weimer aber nicht. Wichtigster Geldgeber ist die Bank zudem für den Modekonzern Escada, der um sein Überleben kämpft.

Bereits vor wenigen Monaten hatte die HypoVereinsbank wegen der Finanzkrise den Abbau von 2500 der mehr als 20 000 Arbeitsplätze angekündigt. Die Zahl stamme aus dem Sommer vergangenen Jahres, als die Finanzkrise noch gar nicht richtig begonnen hatte, sagte Weimer. Trotzdem sei sie danach nicht erhöht worden. Mit der Umsetzung hat die Bank bereits begonnen. Im ersten Quartal schlugen die Kosten für den Personalabbau für Bankmitarbeiter mit 49 Millionen Euro zu Buche.

dpa

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