Zusammenschluss von LBBW und BayernLB zu einer "Südbank"?

Stuttgart/Berlin - Im Fusionspoker der Landesbanken rechnen die deutschen Sparkassen mit einem Zusammenschluss von LBBW und BayernLB.

Es gebe im Süden der Republik eine große Aufgeschlossenheit für eine “Südbank“, sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Heinrich Haasis, der “Stuttgarter Zeitung“ (Donnerstag). Es gebe “ermutigende Zeichen“. Demnächst werde im Grundsatz darüber entschieden, ob der Branchenprimus LBBW und die zweitgrößte deutsche Landesbank in München zusammenfinden, sagte Haasis dem Blatt.

Anschließend werde aber noch einige Zeit bis zum Fusionsbeschluss vergehen, sagte der Verbandschef der Zeitung. Es komme darauf an, die Risiken der beiden Häuser sauber zu sortieren. Mit der Grundsatzeinigung werde aber ein wichtiges Signal gesetzt. Auch im Fall der WestLB erwarte der DSGV in den nächsten Wochen Lösungen. Bis zum Jahresende müsse die Richtung klar sein, sagte Haasis dem Blatt.

Erst vor wenigen Tagen waren Pläne der Sparkassen bekanntgeworden, die sieben noch eigenständigen Landesbanken in drei große Blöcke im Norden, Mitte und Süden Deutschlands zu bündeln. Die Sparkassenverbände sind zusammen mit den jeweiligen Bundesländern gewichtige Eigentümer der Landesbanken. Eine Möglichkeit sieht die Zusammenfassung von Landesbank Baden-Württemberg und BayernLB mit dem Mittelstandsgeschäft der WestLB vor, die aufgespalten werden soll.

Die Pläne der baden-württembergischen Landesregierung für ein eigenes Rettungsnetz für die LBBW kritisierte Haasis. Er warnte davor, dass darunter die Kreditversorgung des Mittelstandes leiden könnte. Das Institut will sich nach dpa-Informationen von den Eignern und vom Bund unter die Arme greifen lassen. Die Bank soll demnach sowohl eine Kapitalspritze der Eigner von zwischen 4 und 6 Milliarden Euro bekommen als auch Bundesgarantien für Kredite in Höhe von 20 bis 30 Milliarden Euro in Anspruch nehmen.

dpa

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