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Der Dax legte ordentlich zu.

Zuversicht lässt Dax steigen

Frankfurt/Main - Die Hoffnung auf Fortschritte bei der Lösung der Schuldenkrise haben dem Dax am Dienstag ein deutliches Plus beschert. Selbst die Herabstufung Italiens tut der guten stimmung keinen Abbruch.

Der deutsche Aktienmarkt stieg zuletzt um 2,15 Prozent auf 5532 Punkte, nachdem er zwischenzeitlich sogar bis auf 5556 Punkte geklettert war. Zum Wochenstart hatte der Leitindex nach einem aus Sicht der Börsianer enttäuschend verlaufenen Treffen der Finanzminister noch deutlich nachgegeben. Für den MDax ging es indes am Dienstag um 1,49 Prozent auf 8851 Punkte nach oben, der TecDax gewann 0,44 Prozent auf 693 Punkte.

Marktteilnehmern zufolge herrscht Zuversicht, dass eine weitere Telefonkonferenz zwischen dem griechischen Finanzminister Evangelos Venizelos mit den Experten von EU, EZB und IWF am Abend positiv verlaufen werde. Dies überlagerte sogar die Abstufung der Kreditwürdigkeit Italiens durch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P). Am Vorabend war eine erste Telefonkonferenz der sogenannten “Troika“ mit dem griechischen Finanzminister noch unerwartet schnell zu Ende gegangen. Die griechische Seite hatte von “substanziellen und produktiven Gesprächen“ gesprochen. Händler Manoj Ladwa vom Wertpapierhaus ETX Capital warnte indes davor, dass der robuste Handel von kurzer Dauer sein könnte. Mit Spannung schauten Anleger auch schon auf den Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am Mittwoch.

Wer ist im DAX?

Wer ist im DAX?

Rückenwind brachten dem Dax auch deutliche Aufschläge bei den Versorgertiteln, die am Vortag noch stark unter Druck geraten waren. RWE legten um 3,10 Prozent auf 25,770 Euro zu, Eon machten 3,26 Prozent auf 15,665 Euro gut. Börsianer verwiesen auf das Hamburger Finanzgericht, das bereits am Montag die Verfassungsmäßigkeit der zu Jahresbeginn eingeführten Brennelementesteuer angezweifelt hatte. Analystin Tanja Markloff von der Commerzbank nannte dies ermutigend.

An das Dax-Ende rutschten dagegen nach einer Gewinnwarnung die Papiere der Lufthansa mit minus 5,74 Prozent auf 10,175 Euro. Die größte deutsche Fluggesellschaft hatte mitgeteilt, ihr Ziel eines operativen Gewinns über dem Vorjahresniveau von 876 Millionen Euro sei aus heutiger Sicht nicht mehr zu realisieren. Als Gründe nannte der Vorstand ein überraschend schwach ausgefallenes August-Ergebnis im Passagiergeschäft sowie die Erwartungen an die weitere Entwicklung bei den Buchungen. Händler reagierten verwundert, zumal sich der Branchenverband IATA nur wenige Stunden zuvor noch positiv zur Gewinnentwicklung der Branche im laufenden Jahr geäußert hatte.

Am deutschen Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 1,59 (Montag: 1,60) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg leicht um 0,03 Prozent auf 130,54 Punkte. Der Bund Future verlor 0,05 Prozent auf 137,36 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3710 (1,3641) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7294 (0,7331) Euro.

dpa

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