Zwei Milliardenaufträge für EADS-Tochter Airbus aus Dubai

Dubai - Am Sonntag kündigten die dortige Fluggesellschaft Emirates die Bestellung von 81 Langstreckenjets im Katalogwert von mehr als 20 Milliarden Dollar an.

Am Montag folgte die Leasinggesellschaft DAE Capital auf der Luftfahrtmesse in Dubai mit der Order von 100 Flieger über 13,5 Milliarden Dollar. Beide Male war Scheich Ahmed Bin Said Al-Machtum der Glücksbote. Er ist Chef beider Unternehmen.

Für Emirates bestellte er 70 Großraumflieger des Typs A350XWB sowie elf A380. Außerdem habe die Fluggesellschaft sich Optionen für 50 weitere A350 gesichert. Im Frühjahr hatte Emirates bereits den Kauf von acht dieser A380 angekündigt; der Auftrag wurde jetzt auf elf erweitert und unterschrieben. Emirates wird damit mit 58 festen Bestellungen größter A380-Kunde.

Dank dieser Bestellung schraubte Airbus seine Erwartungen an den Verkauf des Models A 350/XWB nach oben. Im laufenden Jahr sei mit Bestellungen für mehr als 300 Stück zu rechnen, sagte Airbus-Manager John Leahy. Zuvor hatte Leahy von 200 Aufträgen bis zum Jahresende gesprochen. Für 2007 rechnet Leahy mit Rekordaufträgen. Bislang seien bei ihm Order für 1,122 Flieger eingegangen.

DAE folgte am Montag mit einem zweiten Großauftrag. Die Order umfasse 70 A320-Flieger und 30 Flugzeuge des Typs A350 im Wert von rund 13,5 Milliarden Dollar. "Wir sind zuversichtlich, rasch Weltmarktführer beim Verleasen von Flugzeugen zu werden", sagte Scheich Ahmed Bin Said Al-Machtum. Emirates will Scheich Ahmed Bin Said Al-Machtum mit den Airbus-Großflugzeugen zur führenden Fluggesellschaft des 21. Jahrhunderts werden. 2012 wolle Dubai 15 Millionen Besucher anziehen.

Über den neuen Airbus-Auftrag hinaus bestellte Emirates bei Boeing zwölf Maschinen mit extra großer Reichweite des Typs 777-300ER. Der Auftragswert liegt nach Listenpreis bei 3,2 Milliarden Dollar. Mit 57 Aufträgen werde Emirates damit in den nächsten Jahren die weltgrößte 777-Flotte betreiben, erklärte die Fluggesellschaft. Emirates hat 111 Großflugzeuge im Betrieb und insgesamt weitere 246 Maschinen für 60 Milliarden Dollar bei Boeing und Airbus bestellt.

Die EADS-Aktie konnte am Montag die Erholung vom Freitag fortsetzen. Das Papier war in der vergangenen Woche wegen immer neu auftretender Kosten infolge von Lieferverzögerungen deutlich gefallen.(dpa)

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