Das zweite Leben des PC-Pioniers Apple

- München/New York - Steve Jobs (51) hat am kommenden Samstag zum 30. Geburtstag von Apple Computer allen Grund zum Feiern. Apple befindet sich nach einem fantastischen Comeback auf einem Erfolgskurs, den fast niemand erträumt hätte. Apple-Mitbegründer Jobs revolutionierte mit einer beeindruckenden Erfolgsserie neuer Produkte und Dienstleistungen die zuvor angeschlagene Firma.

Vor 30 Jahren hatten er und sein Freund Steve Wozniak, zwei Ex-Studenten, Apple gegründet. Steve Jobs spielte die Rolle des Visionärs, Wozniak war der geniale Bastler. Gemeinsam brachten die beiden 1977 den Apple II heraus, den ersten PC-Bestseller. Es folgten der Apple III und 1984 der erste Macintosh.

Nach Absatzproblemen und Querelen wurde 1985 Jobs als Chef gefeuert. Mit Geld aus dem Börsengang von Apple baute er Next auf, seine zweite Computerfirma. Apple versuchte damals vergeblich, an die Anfangserfolge anzuknüpfen. Trotz treuer Gefolgschaft drohte man ins Nischendasein abzurutschen.

1996 kaufte das verzweifelt nach neuen Ideen suchende Apple-Management die Next-Computer und holte Jobs damit wieder ins eigene Haus. 1997, zwölf Jahre nach seinem Rauswurf, übernahm Jobs wieder die Führung.

Nun folgte ein Erfolgsprodukt nach dem anderen: Der iMac und das OS X-Betriebssystem brachten den PC- Bereich nach vorn. Mit den innovativen iPod-Musikplayern drängte Jobs die anderen MP3-Player-Anbieter rasch in den Hintergrund. Der von illegalen Online-Angeboten geplagten Plattenbranche bewies er mit dem iTunes Music Store, wie man Musik legal und erfolgreich vermarkten kann. Die supermodernen Apple-Einzelhandelsgeschäfte sind in fast jedem großen amerikanischen Shopping-Center ein Magnet.

Heute steht Apple unter den Computerfirmen wieder in der ersten Reihe. Die Apple-Aktien sind beim derzeitigen Kurs von 60 Dollar rund 51 Milliarden Dollar wert oder vier mal mehr als alle General-Motors-Aktien. Und Jobs hat ein Vermögen von 4,4 Milliarden Dollar angehäuft.

Die deutsche Niederlassung von Apple existiert seit 1989. Zunächst in der Dachauer Straße in München, sie zog dann nach Ismaning, später nach Feldkirchen, kam aber im Dezember 2005 zurück in die Landeshauptstadt. Das neue Hauptquartier liegt jetzt in der Arnulfstraße.

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