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Die insolvente US-Investmentbank Lehman Brothers.

"Zweites Leben" für Lehman Brothers

New York - Die insolvente US-Investmentbank darf vorerst weiterbestehen: Vermögensverwalter sollen das verbliebene Kapital vermehren, um weitere Gläubiger bezahlen zu können.

Ein Richter hat am Donnerstag die Ausgründung eines Vermögensverwalters namens Lamco genehmigt. Der soll fünf Jahre lang die verbliebenen Vermögenswerte für die Gläubiger mehren. Die Hoffnung ist, dass am Ende mehr Geld herauskommt als bei einem Verkauf heute erlöst würde.

Nach dem im März vorgelegten Plan sollen 455 Mitarbeiter zu Lamco wechseln, 220 Mitarbeiter sollen bei Lehman Brothers verbleiben und die Abwicklung der gestrauchelten Bank vorantreiben. Lehman Brothers war im September 2008 in die Pleite geschlittert und hatte damit für eine Schockwelle an den Finanzmärkten gesorgt. Noch immer warten die meisten der 65 000 Gläubiger auf Ihr Geld.

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Die weitreichenden Verflechtungen der einst mächtigen Investmentbank machen die Aufarbeitung der Pleite so kompliziert. Zu allem Überfluss schwelt auch noch ein Streit darüber, ob andere Finanzhäuser unrechtmäßig Kapital aus der Insolvenz geschlagen haben.

Lamco nimmt am 1. Mai die Arbeit auf. Nach Angaben der Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg sollen die Vermögensverwalter aus 25 Milliarden Dollar letztlich rund 41 Milliarden Dollar machen. Später soll Lamco wegen seines “reichlichen Erfahrungsschatzes“ auch für externe Kunden arbeiten, die in Bedrängnis geraten sind. Die Gewinne fließen an die Gläubiger.

dpa

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