+
Weihnachtsmarkt am Marienplatz in München - bald ein Relikt der Vergangenheit?

Merkur-Dialog-Forum

Streit um Wintermärkte: Heißt es bald „Servus Christkindl“? Diskutieren Sie mit!

  • schließen

Jedes Jahr zur Adventszeit wird erneut darüber gestritten, ob die weihnachtlichen Märkte nicht einen neutralen Namen verpasst bekommen sollten.

Sind die „Wintermärkte“ ein neuer Trend oder eher eine Kuriosität, entstanden aus einer fragwürdigen Rücksichtnahme auf andere Glaubensrichtungen? Schon vor Jahren befand der CSU-Landtagsabgeordnete Josef Zellmeier, deutsche Traditionen würden einer extrem linken Sprachdiktatur geopfert. Dies schien Linken-Politiker Rüdiger Sagel zu bestätigen, denn er ging noch einen Schritt weiter und wollte den 11. November, den Martinstag, in „Sonne, Mond und Sterne“-Fest umbenennen. Doch laut dem Berliner Tagesspiegel sprach sich ausgerechnet der „Zentralrat der Muslime“ dagegen aus und wies darauf hin, dass auch muslimische Kinder den Martinsumzug ganz unbefangen genießen und die begriffliche Neutralisierung eines Kirchenfestes unnötig sei.

Wir möchten von Ihnen wissen: Sollen die Christkindlmärkte verschwinden und ersetzt werden? Diskutieren Sie mit!

Berliner Behörden gegen Weihnachtsmärkte?

„Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg verständigt sich darauf, dass grundsätzlich keine Genehmigungen für Veranstaltungen von Religionsgemeinschaften im öffentlichen Raum erteilt werden.“ - Es liest sich wie eine klare Ansage gegen unsere traditionellen Christkindl- und Weihnachtsmärkte, der "Kreuzberger Wintermarkt" soll daraufhin durch Druck des Bezirksamtes auf den Begriff Weihnachten im Namen verzichtet haben. Angeblich. Denn die Veranstalter des Wintermarktes stellten klar, dass der Name aus freien Stücken gewählt wurde. Tatsächlich richtete sich der Beschluss des Bezirksamtes gegen das öffentliche Feiern des Ramadanfestes zum Ende der Fastenzeit. Erst nachdem es in Sommerfest umbenannt worden war, gaben die Behörden grünes Licht.

Die gute Nachricht also: Auch in Zukunft wird es wohl weiterhin Christkindl- und Weihnachtsmärkte geben - aber zusätzlich eben noch Wintermärkte.

Umfrage: Wir möchten Ihre Meinung zu diesem Thema kennenlernen. Stimmen Sie ab und diskutieren Sie mit uns, ob öffentliche Märkte und Feste tatsächlich weiterhin Bezug auf den christlichen Glauben nehmen sollen oder wir vielmehr unsere Kulturen und Traditionen pflegen müssen.

Sollten Christkindl- und Weihnachtsmärkte der Vergangenheit angehören und durch Namen ersetzt werden, die nichts mit religiösem Glauben zu tun haben?

Bitte kreuzen Sie an, was am meisten auf Sie zutrifft. *

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Die schönsten Weihnachtsmärkte 2017

In der Adventszeit riecht es in den Straßen der Städte wieder lecker nach Glühwein und gebrannten Mandeln. Trotz klirrender Kälte locken viele Christkindl- und Weihnachtsmärkte zahlreiche Besucher an. Wir stellen Ihnen zehn Märkte vor, die ganz besonders auf die Weihnachtszeit einstimmen: Weihnachtsmärkte 2017 - wo ist der schönste in Deutschland?

Disclaimer:

Unsere Umfragen sind Trendbilder und haben keinen repräsentativen Charakter. Sie sollen ein aktuelles Meinungsbild einfangen und zur Diskussion anregen. Wir freuen uns auf Ihre Anregungen in unseren Kommentarspalten. Die Diskussion unter diesen Artikeln wird besonders von unserem Community-Team moderiert, damit sich alle wohlfühlen und einen Ort zum sachlichen Austausch haben. Persönliche Angriffe und Off-Topic-Diskussionen werden automatisch entfernt. Mehr über die Richtlinien finden Sie in unserer Netiquette.

 

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Neger“ und „Zigeuner“ - wann trennen wir uns von manchen Wörtern? Diskutieren Sie mit!  
Es gibt im Deutschen viele Wörter, die nicht mehr gesagt werden – weil sie als beleidigend, diskriminierend oder sogar verhetzend gelten. Doch bei manchen Begriffen ist …
„Neger“ und „Zigeuner“ - wann trennen wir uns von manchen Wörtern? Diskutieren Sie mit!  

Kommentare