Kofi Annan ist gestorben

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Ein Leben ohne Facebook ist möglich - aber auch sinnvoll?

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Das Netz ohne Facebook – für Sie heute noch denkbar?

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Eine Theorie besagt, dass es drei Arten von Internetnutzern in Bezug auf die Verwendung von „Sozialen Medien“ gibt: Die kategorischen Ablehner, die Rund-Um-Die-Uhr-Nutzer sowie einen großen Teil, der sich mal für den ein oder anderen Dienst registriert, ihn danach aber kaum mehr verwendet.

Facebook hat zurzeit 2,1 Milliarden aktive Nutzer, davon 370 Millionen in Europa. Eine beeindruckende Zahl. Doch gerade bei den Jüngeren ist der Platzhirsch unter den sozialen Medien „out“, wie eine Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest schon 2016 feststellte; für die Altersgruppe der Zwölf- bis Achtzehnjährigen habe demnach Facebook kaum mehr Bedeutung. Ein Grund dafür dürfte der immense Erfolg von Whatsapp (2014 von Facebook aufgekauft) sein. Der Messenger ist auf das Wesentliche reduziert, denn eine aufwändige Profilpflege ist bei dem Dienst nicht notwendig, die Funktion des unmittelbaren und mobilen Kommunizierens steht deutlich im Mittelpunkt. In dieser wichtigen Disziplin kann Facebook offenbar nicht (mehr) so gut punkten.

Umfrage: Wir möchten Ihre Meinung zu diesem Thema kennenlernen. Stimmen Sie ab und diskutieren mit uns, welchen Stellenwert soziale Medien wie Facebook für Sie persönlich haben und wie Sie sie nutzen.

Was würde Ihnen ohne Facebook-Account fehlen?

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Video: Facebook-Chef sieht sich nicht in Monopol-Position

Strategiewechsel bei Facebook

Auch die Konkurrenz schläft nicht: Instagram und Snapchat legen seit Jahren in der Nutzergunst zu, auch hier liegt der Erfolg in der Konzentration auf die Kernfunktionen, es ist das visuelle Erlebnis und der unkomplizierte Fotoaustausch unter seinesgleichen, das bei den jungen Nutzern gut ankommt. Facebook reagierte unlängst darauf und kehrt nun mit einer neuen Ausrichtung zurück zu den Wurzeln der Anfangszeit: Chef Mark Zuckerberg erklärte, dass zukünftig die Nutzer weniger Nachrichten und Inhalte von Facebook-Seiten zu sehen bekommen werden, stattdessen mehr Beiträge von Freunden und Verwandten. Das private Miteinander, die Kommunikation untereinander soll wieder im Vordergrund stehen, nicht der passive Inhalte-Konsum von dritter Seite. 

Wie werden die Nutzer reagieren?

Insbesondere für die „älteren“, langjährigen Nutzer dürfte dieser Strategiewechsel eine große Umgewöhnung bedeuten - denn der Service, neueste Meldungen von allen möglichen Portalen der Welt bei Facebook gebündelt vorzufinden hat für einen Nachrichten-Komfort gesorgt, den viele nicht so einfach missen möchten. Wenn es dumm läuft, kann die Kursänderung also nach hinten losgehen. 

Machen Sie mit und diskutieren in unserem Kommentarbereich – was würde Ihnen ohne Facebook-Account fehlen?

#deletefacebook

Zuletzt sorgte Facebook allerdings hauptsächlich mit einem Datenskandal für negative Schlagzeilen, von dem auch rund 310.000 Deutsche betroffen sind. Die englische Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica hat sich während des US-Wahlkampfes unerlaubt Zugang zu Daten von mehr als 50 Millionen Facebook-Nutzern verschafft. Anhand dieser Daten soll die Firma mit dazu beigetragen haben, dass die Befürworter des derzeitigen US-Präsidenten Donald Trump beflügelt und mögliche Wähler der Gegenkandidatin Hillary Clinton von der Wahl abgehalten wurden. So streute Cambridge Analytica unter anderem mit Hilfe der Nutzer-Informationen gezielt Botschaften als Werbung. Selbst Firmen wie SpaceX, Tesla, Mozilla, Sonos und die Commerzbank reagierten prompt und haben bis auf weiteres angekündigt, Facebook nicht mehr für ihre Marketingzwecke zu verwenden.

Wie sieht es bei Ihnen aus, inwiefern hat der Skandal Ihr Nutzerverhalten beeinflusst? Wir sind gespannt auf Ihre Kommentare!

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