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Neujahrsvorsätze zu Silvester - was blieb davon übrig?

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Vorsätze für 2018: Umgesetzt oder aufgegeben? Wie motivieren Sie sich?

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Aufhören zu rauchen, mehr Sport treiben, gesünder essen, mehr Zeit für die Familie, die Wohnung renovieren - zum Jahresende verfallen viele Menschen der Illusion: Ab Januar mache ich alles, wozu mir jahrelang die Motivation fehlte! Oft bleibt es aber nur bei den Vorsätzen. 

Die Einsicht und sogar der feste Willen für viele gute Neujahrsvorsätze ist meistens vorhanden, warum also scheitern sie größtenteils schon nach wenigen Tagen oder Wochen? Psychologen wissen, dass es leichter fällt, die Planung für zukünftige Veränderungen auszubrüten, als sie dann tatsächlich umzusetzen. Alte Gewohnheiten machen bequem und träge; selbst das schlechte Gewissen reicht nicht aus, dagegen anzugehen, wenn die richtige Strategie fehlt. Doch gibt es die überhaupt? Ja, und sie ist simpel: Realistische, kleine Ziele setzen ist der erste Anfang. Statt als Vorgabe „zwanzig Kilo weniger auf der Waage bis zum Jahresende“ ist ein „zwei Kilo abnehmen bis Ende Januar, weitere zwei bis Ende Februar“ ein Rezept, das sich leichter verwirklichen lässt.

Belohnen Sie Ihr Gehirn! 

Klare und kurzfristig machbare Vorhaben führen zum Erfolg, wie der Neurobiologe Gerald Hüther im Gespräch mit dem WDR bestätigt: „Das Gehirn ist ein wunderbares Organ, das man möglichst nicht enttäuschen sollte – mit zu großen Erwartungen und zu großen Hoffnungen, weil darauf reagiert es immer sauer.“ Was das Gehirn aber „gut leiden“ könne: wenn man sich kleine Ziele setzt und die auch erfüllt. 

Viele gute und gesunde Vorsätze seien „falsch formuliert“, ergänzt Professor Dr. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule in Köln. Auch er plädiert für „klare“ und „realistische, kurzfristig machbare“ Zielvorgaben. Jogging-Einsteiger sagen also besser nicht: „Bis Ende des Jahres laufe ich einen Marathon“. Sondern zum Beispiel: „In sechs bis acht Wochen schaffe ich es, zweimal die Woche eine halbe Stunde am Stück zu laufen.“

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Neujahrsvorsätze - wie sieht es bei Ihnen damit aus?

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Sport hilft gegen Entzugserscheinungen

Besonders clever ist es, zwei Ziele zu kombinieren. Als frischer Nichtraucher bietet es sich an, verstärkt Sport zu treiben. Einerseits werden dadurch Entzugserscheinungen gemindert, andererseits hilft die Bewegung natürlich auch gegen eine unerwünschte Gewichtszunahme. Falls die Motivation dennoch gefährlich sinken sollte, können Sie mit kleinen Tricks gegensteuern: So empfiehlt es sich, nach dem Sport gleich die Tasche für das nächste Mal zu packen und griffbereit in den Flur zu stellen, denn jede Hürde auf dem Weg zum Ziel kann zur Stolperfalle werden.

Ideen für Unentschlossene

Sie leben gesund, haben weder schlechte Angewohnheiten noch ewig aufgeschobene Pläne und halten deshalb Vorsätze persönlich für unnötig? Hier ein paar Vorschläge, auf die Sie vielleicht noch nicht gekommen sind:

- Entfernen Sie Apps auf Ihrem Smartphone, die nicht benutzt werden.

- Räumen Sie Ihr E-Mail-Konto auf.

- Lesen Sie wenigstens ein Buch pro Monat.

- Übernehmen Sie eine ehrenamtliche Tätigkeit.

- Erlernen Sie eine neue Fremdsprache. 

- Reinigen Sie gründlich die Tastatur Ihres Computers.

- Halten Sie Ausschau nach einem neuen Hobby. Fallschirmspringen, Yoga, Rosen züchten - die Möglichkeiten für neue Herausforderungen sind unbegrenzt.       

Machen Sie mit in unserem Kommentarbereich – welche Vorsätze für 2018 haben Sie sich zum Ziel gesetzt?  

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