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Qui vadis? Trainer Löw fasst sich an den Kopf.

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Soll Löw „Die Mannschaft“ neu aufbauen oder ist seine Zeit abgelaufen?

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Nie zuvor schied die deutsche Fußballnationalmannschaft bei einem WM-Turnier bereits in der Gruppenphase aus. Für Oliver Bierhoff ist dies jedoch kein Grund, den Bundestrainer in Frage zu stellen. 

Schwere strategische Fehler bei der Aufstellung, eine Mannschaft ohne erkennbare Struktur und Ordnung, Mängel beim Spielaufbau und eine teilweise konfuse Abwehr - „Die Mannschaft“ präsentierte sich für viele Zuschauer und Kritiker bei der WM in desolatem Zustand. 

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Erschreckend harmlose Mannschaft

Mexiko, Schweden und Südkorea - Deutschland konnte sich im Vorfeld wahrlich nicht über fehlendes Losglück beschweren und von einer sogenannten Todesgruppe jammern. Nein, man war sich einig, diese Gegner sind allesamt machbar, auch wenn bereits in den Vorbereitungsspielen einiges im Argen lag.

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Doch schon beim Gruppenauftakt gegen Mexiko zeigten sich schwere Defizite, Spieler wie Özil, Khedira und Müller konnten nicht nur nicht ihr gewohntes Leistungsniveau abrufen, sondern die gesamte Mannschaft wirkte erschreckend harmlos in ihren Bemühungen um ein zielstrebiges Aufbauspiel und eine sattelfeste Abwehr. Hinzu kamen schwere strategische Fehler bei der Aufstellung. Den quirligen Marco Reus nicht aufzustellen, um ihn für die „wichtigen Spiele zu schonen“, entpuppte sich als arrogante Fehleinschätzung der eigenen Stärken und Schwächen. Diesen Schuh muss sich Jogi Löw anziehen, denn nach der späten Einwechslung des Borussen aus Dortmund kam spürbar Fahrt in die Angriffsbemühungen, auch wenn es für eine Wende nicht mehr reichte.

Fehlende Struktur im deutschen Spiel

Gegen Schweden sprang Deutschland dem vorzeitigen K.o. noch mal von der Schippe, Kroos Siegtreffer in allerletzter Minute kaschierte im Nachhinein die fehlende Struktur und die fragile Statik des deutschen Spiels. Rüdiger, Hector, Rudy und Reus standen nun in der Start-Elf und ersetzten Hummels (Halswirbel verrenkt), Plattenhardt, Khedira und Özil (allesamt auf der Bank), dadurch wirkte das Spiel gegen die Skandinavier insgesamt dynamischer als zuvor gegen Mexiko. Deutschland schien jetzt mit Glück im Turnier angekommen zu sein, doch schon gegen Südkorea entpuppte sich das Aufbäumen als Strohfeuer. Ideenlos und pomadig, die wieder von Anfang an spielenden Özil, Hummels und Khedira, aber auch die restlichen Spieler konnten nur selten trotz höherem Ballbesitzes etwas mit dem Leder anfangen.

So kam es, wie es kommen musste: Deutschland wurde zusehends nervöser, denn aufgrund des Zwischenstandes bei der Partie Mexiko gegen Schweden musste unbedingt ein Sieg her, um in das Achtelfinale einziehen zu können - das 1:0 für Südkorea durch Kim in der 92. Minute war der Genickbruch, das 2:0 nur vier Minuten später dann schon egal. Deutschland war nach drei Gruppenspielen als Tabellenletzter ausgeschieden.

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