Umfrage: Sind Sie dafür, ungeimpfte Kinder von der Kita oder der Schule auszuschließen?
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Für Bundesgesundheitsminister Herrmann Gröhe (CDU) ist die Maßnahme kein grundsätzliches Tabu, denn eine Verbreitung von Masern und anderen hochansteckenden Krankheiten werde so verhindert.
Auch die FDP fordert eine allgemeine Impfpflicht für alle Kinder bis 14 Jahre.
Heiko Maas (Bundesjustizminister, SPD) möchte diesen Schritt dagegen erst in Betracht ziehen, „wenn wir es nicht schaffen, durch Aufklärung die Impfquote zu erhöhen.“
Für die Kassenärztliche Vereinigung Hessen ist es sogar vorstellbar, Impfverweigerern mit Einbußen beim Kindergeld zu drohen. Erst kürzlich erneuerten sie auf Ihrer Internetseite die Forderung nach konsequenten Schritten. So erklärten die Vorstandsvorsitzenden: „Es ist gut, dass mittlerweile Bewegung in die Diskussion gekommen ist und selbstverständlich begrüßen wir, dass nun auch Parteien sich die Forderung nach einer verpflichtenden Impfung bei Masern, wie sie auch der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte schon lange erhebt, zu eigen machen.“
Wir möchten von Ihnen wissen: Wären solche harten Maßnahmen gerechtfertigt oder würde der Gesetzgeber da eindeutig zu weit gehen? Machen Sie mit!
Die Partei Die Linke lehnt Sanktionen gegen Impfunwillige entschieden ab:
„Die Akzeptanz der Impfung hängt entscheidend von der Beteiligung der Betroffenen an der Entscheidungsfindung ab. Die Impfpflicht nimmt dagegen den Einzelnen diese Entscheidung ab: Der Staat definiert, was richtig und was falsch ist und bedroht Ungehorsam mit Strafe. Dieser Erziehungsduktus ruft verständlicherweise Unbehagen, Misstrauen oder sogar Widerstand hervor. Wie bei anderen Maßnahmen der Prävention sollte auch hier gelten: befähigen statt erziehen.“
Ähnliche Worte kommen von Kordula Schulz-Asche (Bündnis 90/Die Grünen), in Ihrer Fraktion zuständig für Prävention, Gesundheitswirtschaft und Bürgerschaftliches Engagement: „Impfungen sind ein Beitrag zur Solidargemeinschaft. Trotzdem sollte jeder selbst entscheiden können, ob er sich impfen lässt. Eine Pflicht würde lediglich den bürokratischen Aufwand erhöhen. Dafür sollte besser aufgeklärt werden.“
Umfrage: Wir möchten Ihre Meinung zu diesem Thema wissen. Stimmen Sie ab und diskutieren mit uns, wie Sie zur Impfpflicht stehen.
Keine geschlossene Haltung bei der AfD
Bei der AfD gibt es unter den Kandidaten zur Bundestagswahl unterschiedliche Positionen. Als klarer Impfgegner hat sich Hermann Klie (Landesliste Bayern) bekannt:
„Die Sorge für die Kinder obliegt den Eltern. Sie müssen entscheiden, was sie für die Gesundheit ihrer Kinder befürworten können. Jede Impfung beinhaltet Risiken, die bis zum Tod des geimpften Kindes reichen können!“
Die Argumente der Impfgegner
Sie bezweifeln häufig die Wirksamkeit oder warnen vor den Risiken der Vielzahl an Impfungen. Es wird immer wieder darum gestritten, ob das Impfen Autismus oder Diabetes auslösen könne.
Auch wird gerne behauptet, die Impfpflicht verstoße gegen das Grundgesetz. Dieser Frage ging daraufhin der wissenschaftliche Dienst des Bundestages nach und stellte fest, dass eine generelle Impfpflicht zwar helfen könne, eine Krankheit auszurotten. Doch sei zu prüfen, ob eine solche Verpflichtung mit dem Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit (Artikel 29) vereinbar sei.
Für Hans Söllner ist die Angelegenheit klar. Er hält nichts davon, dass man jemanden zum Impfen zwingen dürfte. „Wovor hat der Geimpfte Angst? Dass ich ihn anstecke? Es kann ihm doch nichts passieren“, fragt der Musiker.
Der Bundestag hat ein Gesetz zur Verschärfung der Impfüberwachung verabschiedet. Weitere Infos im Video:
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