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Wie kamen Sie früher zur Schule – zu Fuß, mit dem Radl oder per „Elterntaxi“? Erzählen Sie es uns!

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Auf Schusters Rappen zur Schule - heutzutage eine Seltenheit?
Auf Schusters Rappen zur Schule - heutzutage eine Seltenheit? © dpa

Verwöhnen wir unsere Kinder heutzutage allzu sehr, indem wir sie vermehrt mit dem Auto bis direkt an das Schultor kutschieren oder wird lediglich einer vermeintlich gefährlicher gewordenen Welt Rechnung getragen, in der man junge Schüler besser nicht mehr alleine auf die Straße lässt?

Wenden auf dem Gehweg, Parken im absoluten Halteverbot, Fahren gegen die Fahrtrichtung. Vor vielen Schulen spielen sich jeden Morgen chaotische Szenen ab. Ein Grund dafür sind die sogenannten „Elterntaxis“. Neben dem morgendlichen Stress- und Bequemlichkeitsfaktor steckt noch ein weiteres Motiv hinter der elterlichen Fürsorge, wie Cornelia Zieseniß von der Landesverkehrswacht Niedersachsen weiß: „Eines der Hauptprobleme ist, dass Eltern den Schulweg oft subjektiv nicht für sicher halten und insbesondere bei jüngeren Kindern auch Angst vor Übergriffen haben."

Marlies Lindauer, Leiterin der Maria-Ward-Grundschule in Nymphenburg, betont die positiven Effekte, wenn sich die Kinder vor dem Unterricht an der frischen Luft bewegen. Das Kind sei dann „wacher, aufmerksamer und kann sich besser konzentrieren“. Es lerne, sich zu orientieren und werde selbstständiger.

Wir möchten von Ihnen wissen: Wie sind Sie in Ihrer Kindheit zur Schule gelangt? Machen Sie mit und erzählen uns davon!

Der Fußweg zur Schule und anschließend wieder zurück nach Hause, für viele ältere Generationen war das eine normale Selbstverständlichkeit.

So beschreibt Leser BayernChris, was Kinder früher jeden Morgen auf sich nahmen, um in der Schule etwas zu lernen: „In den dreißiger Jahren musste meine Tante irgendwo in Oberbayern täglich gemeinsam mit ein paar anderen Kindern aus dem Weiler fünf Kilometer einfache Strecke durch den Wald zur Schule laufen. Im Winter bei völliger Dunkelheit. Auch bei 40 Zentimeter Neuschnee. Als einziges Hilfsmittel hatte das Grüppchen eine Taschenlampe dabei. Sie lebt übrigens noch und erfreut sich bester Gesundheit – es hat ihr also offenbar nicht geschadet. So extrem muss es heute nicht mehr sein, aber mit dem Auto vor die Schultür auch nicht.“

Unsere Merkur.de-Redakteurin Merja Bogner weiß von ihrer im Nachkriegs-Finnland nahe des Polarkreises aufgewachsenen Mutter, wie beschwerlich und zugleich aufregend-abenteuerlich es für die dortigen Schüler zuging – im tiefsten Schnee auf Skiern bei Temperaturen, die nicht selten bei minus 30 Grad lagen. Dabei ging es auch durch dichte Wälder, mit kreuzenden Wölfen und Bären war jederzeit zu rechnen.

Wir möchten von Ihnen spannende, amüsante, nachdenkliche oder unterhaltsame Geschichten darüber lesen, wie Sie früher zur Schule gekommen sind. Erzählen Sie uns in der Kommentarspalte, was Sie auf dem Weg dorthin erlebt haben.  

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