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Verschleierte Frauen laufen in Garmisch-Partenkirchen durch die Fußgängerzone. Garmisch-Partenkirchen boomt bei Urlaubern aus den Golfstaaten. Inzwischen übernachten Araber häufiger als US-Touristen in dem Ferienort zu Füßen der Zugspitze.

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Boutique-Besitzerin lässt arabische Kundinnen nur unverschleiert herein - eine richtige Maßnahme?

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Inhaberin Anne Sciuk hat mit ihrer Aufforderung an arabische Kundinnen, künftig unverschleiert ihre Boutique am Garmisch-Partenkirchner Rathausplatz zu betreten, viele positive, aber auch einige kritische Meinungen losgelöst.

„Viele lesen das Schild und bleiben dann draußen“, erzählt die Geschäftsfrau. Anhand der Männer und Kinder, die sie sich einprägt, erkennt sie aber schnell, wer wiederkommt. Und das sind die meisten. Welche wirtschaftlichen Auswirkungen aber hat es zur Folge, wenn einige Touristen aus der Golfregion daraufhin abgeschreckt werden und der Region den Rücken kehren? 

Gut betuchte Gäste aus der Golfregion

Die Besucher-Zahlen von Garmisch-Partenkirchen sind beeindruckend, machen aber auch deutlich, wie sehr dieser Ort vom Tourismus abhängig ist:

Nach Auskunft der „Tourist Information Garmisch-Partenkirchen“ beträgt die jährliche Wertschöpfung durch Touristen über 300 Millionen Euro (Stand 2016). Die Versorgung und Unterbringung von Gästen aus dem In- und Ausland ist also unverkennbar ein enorm wichtiges Standbein. Dafür sorgen nicht zuletzt die im wahrsten Sinne des Wortes gut betuchten Besucher aus den arabischen Golfstaaten. 20.828 Besucher aus dieser Region übernachteten im Zeitraum Januar bis Dezember 2017 insgesamt 52.136 mal in der oberbayerischen Gemeinde.

Jetzt zählt Ihre Meinung: Ist die Aktion der Boutique-Inhaberin nachvollziehbar oder eine Respektlosigkeit gegenüber Gästen, von denen so stark profitiert wird? Stimmen Sie ab!

Verschleierte Kundinnen unerwünscht - eine angemessene Forderung?

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Arabische Touristen sorgen für zwanzig Prozent des Umsatzes

Insbesondere Kundinnen aus arabischen Ländern geben in den Sommermonaten bei Frau Sciuk viel Geld aus. Sie beziffert deren Anteil in der Zeit von Juli bis August auf 20 Prozent des Umsatzes. Doch da ihr die Verschleierung missfiel, reagierte sie und startete den Aufruf: „Bitte betreten Sie die Boutique mit unbedecktem Gesicht“ – dieses Anliegen steht in englischer Sprache an ihrem Boutique-Fenster. Eine mutige Entscheidung oder Bevormundung von Gästen? Diskutieren Sie in unserem Kommentarbereich! 

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