Umfrage: Gehen wir mit unserer Tierliebe heutzutage einfach zu weit?
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Hunde, Katzen, Ziervögel, Aquarienfische, Goldhamster – Haustiere erfreuen sich seit Jahren zunehmender Beliebtheit. Weniger beliebt sind dagegen die 300.000 Obdachlosen in Deutschland. Ihnen fehlt es am Lebensnotwendigsten, auch gibt es unter ihnen immer wieder Todesopfer von rechtsextremer Gewalt zu beklagen, dies bleibt jedoch von der Bevölkerung weitestgehend unbeachtet.
Rund 35 Millionen Haustiere leben in deutschen Privathaushalten, darunter 13 Millionen Katzen und 8,5 Millionen Hunde. Deutschland ist ein tierfreundliches Land, in über jedem zweiten Haushalt ist mindestens eins anzutreffen.
Gleichzeitig leben hunderttausende Menschen unter oft bescheidensten Verhältnissen in Alters- und Pflegeheimen, mehr als jeder Zehnte leidet unter Depressionen. Doch eine Psychotherapie ist in den Budgets nicht vorgesehen, in Pflege- und Senioreneinrichtungen sind Therapeuten kein fester Bestandteil des Personals.
Wie bei den Obdachlosen fehlt für eine angemessene Betreuung das Geld.
Dafür werden unsere Bellos mit „Caesar“ und anderen Leckereien verwöhnt. Unglaublich: Für Haustiere geben wir pro Jahr über 9 Milliarden Euro aus, fast die Hälfte geht für Futter, 2 Milliarden für ärztliche Versorgung und 65 Millionen für Tierfriseure drauf.
Wir möchten von Ihnen wissen: Nehmen wir Tiere auf Kosten benachteiligter Menschen zu wichtig? Machen Sie mit!
Tiere sind kein Spielzeug
Besonders beliebt sind Haustiere bei Familien mit Kindern. Früher oder später kommt unausweichlich die Frage: „Mama, dürfen wir einen Hund haben?“
Doch sind Tiere kein Spielzeug, welches man bei Nichtgefallen einfach zurückgeben kann. Eltern sollten mit ihren Kindern deshalb genau über die Anforderungen sprechen.
„Tiere haben Ansprüche, die erfüllt werden wollen. Wenn das Tier dann da ist, müssen sich das Kind und die Eltern darum kümmern“, erläutert Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund. Oft bleibe die Arbeit aber unfreiwillig an den Erwachsenen hängen. Eine der Ursachen, dass jedes Jahr zu Beginn der Sommerferien über 70.000 Haustiere an Autobahnraststätten ausgesetzt werden.
Umfrage: Wir möchten Ihre Meinung erfahren. Stimmen Sie ab und diskutieren Sie mit uns über das Thema Haustiere.
Hit im Internet: Katzenvideos
Auch in der virtuellen Welt gilt das Interesse oft mehr den Vier- als den Zweibeinern: Im Netz kursieren Millionen an putzigen Katzenvideos, sogenannter „Cat Content“.
Rund 70 Millionen Treffer werden angezeigt, wenn man bei dem Portal Youtube den Suchbegriff „Cat“ eingibt. Allerdings ist „Cat content“ inzwischen auch zu einem abwertenden Begriff für Netzinhalte geworden, die als besonders belanglos oder langweilig eingeschätzt werden und keinen Mehrwert bieten.
Der beste Freund des Menschen: Die Katze macht, was sie will. Und der Hund? Verbringt am liebsten Zeit mit seinem Frauchen oder Herrchen. Für Hunde ist jeder Tag der beste Tag. Millionenfach geklickte Videos von süßen Hunden gibt es bei Youtube natürlich auch. Achtung: Auf manchen schmusen sie sogar mit Katzen.
Disclaimer:
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