+
Kind mit Fahrradhelm - vorbildlich?

Merkur-Dialog-Forum

„Oben ohne“ beim Radeln oder doch lieber Helm auf – wie sind Sie mit dem Fahrrad unterwegs?

  • schließen

Radfahrunfälle führen oft zu schweren gesundheitlichen Folgen, Knochenbrüche und Schädelverletzungen sind keine Seltenheit. Doch garantiert ein Helm mehr Sicherheit?

Ob ein Fahrradhelm mehr Schutz bietet oder nur eine Pseudosicherheit vortäuscht, daran scheiden sich die Geister. Häufig prägen eigene Erlebnisse im Straßenverkehr und führen zur persönlichen Haltung. Deshalb möchten wir Ihre Erfahrungen aufgreifen und diskutieren. Erzählen Sie uns aus Ihrem Radfahrerleben, über ärgerliche und erfreuliche, alltägliche oder besonders gefährliche Situationen. Welche Reaktionen von Autofahrern und Fußgängern, aber auch anderen Radlern haben Sie wahrgenommen? Machen Sie mit!

Argumente Pro Helm

Fahrradhelme können das Risiko von Kopfverletzungen bei Unfällen minimieren. In Ländern mit Helmpflicht (Spanien, Finnland, Malta und Australien) hat man festgestellt, dass schwere Verletzungen am Kopf seltener vorkamen. Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass sich durch die Tragepflicht die Anzahl der Fahrradfahrer stark verringert hat, dies ist mit ein Grund für den Rückgang der Verletzungen.

Viele Unfallchirurgen sind Helm-Befürworter, über 75 Prozent der schweren Hirnverletzungen bei Radunfällen sollen sich durch das Tragen eines Helms verhindern lassen, wie Forscher der University of New South Wales in Australien herausfanden. Auch für Polizeioberkommissar Peter Madjar von der Starnberger Polizei gibt es daran nichts zu deuteln: „Wir raten dringend, bei jeglichen Fahrten mit dem Fahrrad einen Helm zu tragen.“

Stimmen Sie ab! Was ist Ihre Meinung zu dem Thema „Helm auf beim Radeln“?

Tragen Sie beim Radeln einen Helm?

Bitte kreuzen Sie an, was am meisten auf Sie zutrifft. *

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Argumente Kontra Helm

Das Helmtragen kann ein trügerisches Sicherheitsgefühl vermitteln und zu einem riskanteren Fahrstil führen (die sogenannte „Risikokompensation“). Auch andere Verkehrsteilnehmer könnten ihr Fahrverhalten ändern, zum Beispiel in Form von geringeren Überholabständen. Ein erhöhtes Verletzungsrisiko durch das Tragen eines Helms kann zudem nicht ausgeschlossen werden, so wird möglicherweise die Rotationsbeschleunigung des Kopfes bei schweren Unfällen erhöht.

Eine Helmpflicht könnte gar zu einem Rückgang von Radfahrern führen, was für die restlichen Radler mit einem erhöhten Unfallrisiko einhergeht. Denn je öfters Radfahrer im Straßenverkehr auftauchen, desto seltener werden sie von Autofahrern übersehen.

Disclaimer

Unsere Umfragen sind Trendbilder und haben keinen repräsentativen Charakter. Sie sollen ein aktuelles Meinungsbild einfangen und zur Diskussion anregen. Wir freuen uns auf Anregungen in unseren Kommentarspalten. Die Diskussion unter diesen Artikeln wird besonders von unserem Community-Team moderiert, damit sich alle wohlfühlen und einen Ort zum sachlichen Austausch haben. Persönliche Angriffe und Off-Topic-Diskussionen werden automatisch entfernt. Mehr über die Richtlinien finden Sie in unserer Netiquette.

Lesen Sie auch: Betrunkener Radfahrer ruft selbst die Polizei!

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Kinder in Restaurants - ein Störfaktor? Diskutieren Sie mit
Das Restaurant „Oma's Küche“ in Binz auf Rügen sorgt aktuell für Gesprächsstoff. Denn der Betreiber hat beschlossen, ab sofort Abends keine Kinder unter 14 Jahren mehr …
Kinder in Restaurants - ein Störfaktor? Diskutieren Sie mit

Kommentare